Knickhagen: Michaela Patzke übernimmt Campingplatz von der Gemeinde – Investitionen geplant

Pächterin kauft Freizeitzentrum

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Familienbetrieb: Sie kümmern sich gemeinsam um das Fulda-Freizeitzentrum Knickhagen mit Campingplatz und Restaurant - Timo, Michael, Michaela, Schwiegertochter Lena Stahl, Patrick und Michelle Patzke (von links). Foto: Schräer

Fuldatal. Familie Patzke hat das Fulda-Freizeitzentrum in Knickhagen von der Gemeinde Fuldatal übernommen. Über den Preis für den Campingplatz mit Wohnhaus, Sanitärhaus und einem Teil der Freifläche haben Kommune und Käufer Stillschweigen vereinbart.

Bereits im Dezember vergangenen Jahres hatte die Gemeindevertretung einem Verkauf zugestimmt. Bis zum Abschluss des Vertrages mussten aber „einige Hürden überwunden“ werden, sagt Antje Bolte, im Rathaus zuständig für die Liegenschaften. So seien im Kartenmaterial vorhandene Wege vor Ort nicht mehr erkennbar gewesen, andere waren entstanden. Auch die Be- und Entwässerung der Anlage musste geklärt werden.

Jetzt ist der Verkauf vollzogen. Auch mit drei Landwirten, denen 50 Prozent der Freifläche gehörten, sei man einig geworden, sagt Michael Patzke. Zwei haben ihr Grundstück verkauft, mit einem wurde ein langfristiger Pachtvertrag geschlossen.

Schon als Michaela Patzke 2009 die Anlage pachtete, hatten sie Interesse an einer Übernahme bekundet. Denn für einen erfolgreichen Betrieb seien Investitionen erforderlich, die die Gemeinde als Eigentümerin aber nicht übernehmen wollte.

Als neue Eigentümerin will die 44-Jährige das Fulda-Freizeitzentrum in den kommenden Jahren schrittweise sanieren. Insgesamt dürften die Investitionen bei 200 000 Euro liegen, schätzt das Ehepaar. „Wir wollen aber viel in Eigenleistung umsetzen“, sagt Michael Patzke.

Noch in diesem Jahr soll die Heizung im Sanitärhaus erneuert werden. „Die alte Anlage aus 1976 funktioniert zwar noch, ist aber eine reine Energieschleuder“, sagt Michaela Patzke. Eine neue Gastherme soll durch eine Solaranlage für Warmwasser unterstützt werden. Im kommenden Jahr könnte im zweiten Schritt das Sanitärhaus insgesamt saniert werden.

Auf der Projektliste der neuen Eigentümerin steht auch die Erweiterung der Gaststätte um einen Raum für 40 bis 50 Personen und neue behindertengerechte Sanitärräume. In die vorhandenen Toiletten komme man nicht einmal mit einem Rollator hinein, sagt die 44-Jährige. Diese werden mit dem Umbau verschwinden, gleichzeitig werde die Küche um die so gewonnene Fläche erweitert.

Im Außenbereich soll die Terrasse umgestaltet werden. Im Endausbau will das Ehepaar zu den drei Stellplätzen für Campmobile zehn weitere schaffen. Trotz Veränderungen ist Camping laut Patzkes weiterhin attraktiv. „Seit der Bergpark Weltkulturerbe ist, gibt es einen Schub an Touristen, auch aus dem Ausland“, sagt Michaela Patzke. Und: „Jeder fragt nach Herkules und Wasserspielen – und ist enttäuscht, dass die nur mittwochs und sonntags sind.“

Von Michael Schräer

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