Kinder studierten im Stadtteilzentrum Baunsberg das Märchen „Kalif Storch“ ein

Palast und Wüste auf Karton

Perfektes Bühnenbild und tolle Kostüme: Vorne in der Mitte sitzt Kalif Nelson, links von ihm zaubert Felix und rechts der Wesir Max. Gemeinsam mit vielen anderen jungen Schauspielern und Bühnenarbeitern führen sie das Märchen Kalif Storch auf. Foto:  Grigoriadou

Baunatal. „Nein, noch nicht“, hört man zwei Stimmen aus dem Saal des Baunataler Stadtteilzentrums. „Es ist noch nicht zu spät.“ Immer und immer wieder proben die Mädchen und Jungen das Märchen Kalif Storch. Jeder Satz sitzt, jede Bewegung, Mimik und Gestik passt.

Motto: Theater und Kunst

„Motto der Ferienspiele war: Theater- und Kunstwerkstatt“, sagt Daniela Becker. Sie ist Sozialpädagogin und für den Kinderbereich im Stadtteilzentrum Baunatal zuständig. Schon im Vorfeld haben sich 20 sieben- bis 14-jährige Schüler für eine Aufgabe entschieden. „Wir haben auf Kartons eine Wüste und einen Palast gemalt, orientalische Teelichter gebastelt und Eintrittskarten gestaltet“, sagt die neunjährige Louise und lacht. „Das hat einen Riesenspaß gemacht.“ Die Pausen wurden genutzt, um zu kickern und Air-Hockey zu spielen.

Tolle Kostüme

Samuel ist zehn Jahre alt und gehört zu den Schauspielern. „Am besten hat mir gefallen, als wir zu einem privaten Kostümverleih gegangen sind“, sagt er. „Wir durften uns alle etwas Passendes aussuchen. Es gab so viele tolle Sachen.“ Samuel spielt in dem Märchen den Geschichtenerzähler. Schwer ist es ihm nicht gefallen, seinen Text auswendig zu lernen. „Außerdem finde ich meine Rolle super. Ich sitze fast mit im Publikum und kann mir alles angucken.“

Zu den ehrenamtlichen Helfern gehören Sarah Herzog, Jana Pfaar und Niklas Rodermund. Die drei Jugendlichen helfen beim Text lernen, basteln und pinseln und kümmern sich auch während der Pausen um die jungen Künstler.

Stures auswendig lernen stand bei den jungen Talenten allerdings nicht auf dem Programm. „Wir haben das Märchen teilweise auch mit eigenen Ideen und Worten gefüllt“, sagt Daniela Becker.

Aufgeführt wird das Stück am heutigen Samstag nur für die Eltern. Ob die Kinder aufgeregt sind? „Ich bin total aufgeregt“, sagt Samuel und Louisa nickt zustimmend.

Von Anthoula Grigoriadou

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