Im Gemeindebüro stehen für Pfarrer Johannes Barth Verwaltungsaufgaben an

Papierkram gehört dazu

Verwaltung muss sein: Im Gemeindebüro in der Schulstraße arbeitet Gemeindesekretärin Iris Sager. Regelmäßig guckt Pfarrer Johannes Barth vorbei, um Termine abzusprechen, Rechnungen abzuzeichnen und Aktionen zu planen. Foto: Buth-Parvaresh

Kaufungen. Im Gemeindebüro der evangelischen Kirchengemeinde Oberkaufungen kniet Pfarrer Johannes Barth auf dem Boden und schichtet Papierblätter und Zeitschriften zu kleinen Stapeln. Viel Platz zwischen dem hölzernen Tresen und dem hohen Regal hat er dabei nicht. Das Papierstapeln dauert aber auch nur ein paar Minuten, dann wendet er sich der Ablagemappe zu, die ihm Gemeindesekretärin Iris Sager reicht.

Seit zwölf Jahren ist das Gemeindebüro das Reich von Iris Sager. Neben den zahlreichen telefonischen Anfragen kümmert sich die dunkelhaarige Frau mit den blauen Augen und dem freundlichen Lächeln um alles, was an täglicher Arbeit anfällt. Dazu gehören Layout und Inhalt des vierteljährlich erscheinenden Gemeindebriefes ebenso wie beispielsweise die Recherche nach einstigen Konfirmanden, die zur Goldenen Konfirmation eingeladen werden sollen. Als eine Mischung aus normaler Verwaltungstätigkeit und Öffentlichkeitsarbeit beschreibt sie ihren Job. Ihr Ziel ist der Abbau von Distanz zwischen Menschen und Kirche und die lebendige Gestaltung des Gemeindelebens.

Dinge, die auch für Pfarrer Barth ein wichtiges Anliegen in seinem täglichen Einsatz für seine Kirchengemeinde sind. Ehrenamtlich engagiert sich Iris Sager in ihrer Freizeit unter anderem für die Kinderkirche.

Ein paar Mal pro Woche führe sein Weg schon ins Gemeindebüro, erklärt Pfarrer Johannes Barth. Allerdings bleibt er nur am Freitagmorgen länger hier, um die in einer Woche aufgelaufenen Fragen und Termine zu besprechen. Das tägliche bunte Treiben dort, immer wieder begleitet vom Klingeln des Telefons, überlasse er recht gerne der Gemeindesekretärin, gibt er zu. Zum Glück gebe es ja E-Mail, sagt er, damit ließen sich die nicht ganz so dringenden Dinge prima klären.

„Was den Trubel hier betrifft, bin ich beschränkt aufnahmefähig“, sagt der Pfarrer und wirft dabei noch kurz einen Blick auf eine zu begleichende Rechnung.

Neben den Rechnungen, die er als geschäftsführender Pfarrer der Kirchengemeinde kontrollieren muss, erledigt er im Gemeindebüro vor allem organisatorische Dinge, die er als geschäftsführender Pfarrer oft noch mit dem Kirchenvorstand abstimmen muss.

Sitzungen vorbereiten

Auch die regelmäßigen Sitzungen von Bau-, Musik- und Finanzausschuss müssen vorbereitet, organisiert und besucht werden. Auch heute muss er mit den Küsterinnen, deren Stimmen aus dem Erdgeschoss zu hören sind, noch kurz ein paar organisatorische Details zur Kirchenvorstandssitzung besprechen, bevor er das Gemeindebüro wieder verlassen kann. Auf dem Weg nach draußen schüttelt er dann noch einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin die Hand, die einen Stapel Gemeindebriefe zum Austeilen abholt.

Von Dagmar Buth-Parvaresh

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