Pflege- und Baumfällarbeiten im Vellmarer Ahnepark: Mögliche Gefahrenpunkte werden entschärft

Pappeln wurden kräftig gestutzt

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Kahle Äste: Um die Standsicherheit der Stämme weiterhin zu gewährleisten, wurden diese Pappeln im Ahnepark von Bauhofmitarbeitern kräftig gestutzt.

Vellmar. Sie recken ihre kahlen Äste in den diesigen Winterhimmel. Die mächtigen Stämme der Pappeln sind bis zu 1,80 Meter dick, ihr Alter dürfte zwischen 80 und 100 Jahren liegen, schätzt der stellvertretende Vellmarer Bauhofleiter Wolfgang Gölz.

Er ist im Vellmarer Stadtgebiet für die Bäume und deren Standsicherheit zuständig. In diesen Tagen wurde im Ahnepark von den Mitarbeitern des Bauhofes mit den Pflege- und Baumfällarbeiten für dieses Jahr begonnen. Damit sollten mögliche Gefahrenpunkte für Spaziergänger entschärft werden.

Massiv faul

Kräftig zurückgestutzt wurden unter anderem zwei Pappeln. Als „massiv faul und damit gefährdet“ stuft Gölz die zwei Pappeln ein, die im Bereich des steinernen Kunstwerks „Koffer“ im Park stehen. Mit dem kräftigen Rückschnitt soll die Standfestigkeit der angeschlagenen Bäume noch einmal gesichert werden. Gölz gibt ihnen jetzt noch eine Überlebensperspektive von etwa zehn Jahren. Schon Ende des vergangenen Jahres mussten 14 Pappeln am Fuß- und Radweg am Entenbach im Bereich der Heckershäuser Straße in Obervellmar abgeholzt werden.

Auch im Bereich der Brücke zum Weidenacker wurden die Bauhofmitarbeiter jetzt aktiv. Eine Vierer-Gruppe von Erlen, die zusammengewachsen waren, musste gefällt werden. Der „Baum mit vier Stämmen“ (Gölz) lief Gefahr, umzufallen und Anwohner des angrenzenden Wohngebiets zu gefährden, da zwei Stämme schon abgestorben waren. Jetzt ragt nur noch ein Stumpf von etwa 80 Zentimetern aus dem Boden, bei dem die vier Stämme aber noch deutlich zu erkennen sind.

Opfer der Motorsäge wurde auch eine mehrstämmige Traubenkirsche direkt am Ufer von Teich 2. Auch dort drohte das Holz zu brechen und zum Teil auf den vorbeiführenden Weg zu stürzen. Schließlich wurden noch drei Weiden in Richtung Ahne zurückgeschnitten. Einige Restarbeiten, um die Holzspäne aus dem Ahnepark zu entfernen, wurden noch in diesen Tagen von den Mitarbeitern erledigt. Auf dem Programm der Bauhofmitarbeiter stehen in diesen Tagen noch eine Esche am Ahnepark-Café und eine Esche an der Ahne, die gefällt werden müssen. Zurückgeschnitten wird laut Gölz noch eine Kastanie am Pavillon, die durch kräftigen Windbruch beschädigt worden war.

120 Neupflanzungen

6400 Bäume werden im Vellmarer Stadtgebiet betreut, 120 wurden seit 1986 im Ahnepark neben dem Altbestand neu gepflanzt, erläuterte Landschaftsarchitekt Hans-Friedrich Werner, der damals maßgeblich an den Planungen für den Park beteiligt war. Schwerpunktmäßig gepflanzt wurden Linden und Pappeln Aber, darauf wies Werner schon im vergangenen Jahr hin: Dieser Bestand werde zunehmend morsch.

Von Stefan Wewetzer

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