Zwei Hubschrauber waren beim Besuch des Kirchenoberhaupts im Einsatz

Papst-Gefolge flog in der „Puma“ der Fliegerstaffel Fuldatal

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Flug zum Einsatzort: Auf dem Flugfeld der Fliegerstaffel Fuldatal starteten vergangenen Freitag die Hubschrauber, um beim Papstbesuch unter anderem Priester vom Flughafen Erfurt zur Messe ins Eichsfeld zu fliegen.

Fuldatal. Minister zu ihren Terminen zu transportieren, ist Routine für die Piloten der Bundespolizei-Fliegerstaffel Fuldatal. Aber zwei Flüge vergangene Woche waren etwas Besonderes: Die Fuldataler waren Teil des fliegenden Verbands beim Papstbesuch in Deutschland.

Mit einem Hubschrauber waren die Fuldataler am Freitag in dem neun Maschinen zählenden Verband vertreten, der Papst Benedikt vom Flughafen Erfurt zur Zelebrierung der Messe nach Etzelsbach im Eichsfeld flog. Mehr als 20 Maschinen waren während der gesamten Deutschland-Reise im Großeinsatz.

In ihrer blauen Super-Puma mit dem Kennzeichen D-HEGZ transportierten die Fuldataler Piloten Teile der Delegation des Papstes - Priester, die den Gottesdienst vorbereiteten, im Gepäck die Gewänder, Gesangbücher, Kelche und Hostien. Zwei Mal 30 Minuten Flugzeit, die für den Fuldataler Staffelleiter Thomas Nagler, der in der Delegation mitflog, „schon eine ganz besondere Ehre“ waren.

Mit einem leichten Transporthubschrauber war die Fuldataler Fliegerstaffel außerdem an der Aufklärung, sprich der Überwachung des Einsatzgebietes mit einer Spezialkamera für einen möglichen Polizeieinsatz beteiligt.

Papstbesuch: Einsatzpilot Ralf Paulus in der Kabine der Puma-Maschine, in der auch die Priester befördert wurden, die später die Messe vorbereiteten. Auch der Papst flog in solch einer Kabine, die nur etwas komfortabler eingerichtet war.

In den Großeinsatz waren Hubschrauber aller fünf in Deutschland stationierten Fliegerstaffeln integriert. Der Papst wurde dabei in einer Maschine der Berliner Staffel geflogen, die laut Nagler einen besonderen VIP-Bereich für prominente Personen vorweist. Mit einer abgetrennten Kabine, in der Papst Benedikt in Ruhe entspannen konnte, mit Teppichboden und einer besseren Schalldämmung als in den Standardmodellen der „Puma“-Reihe.

Am Freitagmorgen waren die Besatzungsmitglieder der neun mit knapp 100 Passagieren komplett besetzten Hubschrauber auf dem Flugfeld in Fuldatal in die Details des Einsatzes eingewiesen worden. Ein „strenger Zeitplan“ war laut Nagler dem Auswärtigen Amt vom Vatikan vorgegeben worden.

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Um 13.30 Uhr stiegen die Maschinen, bemannt jeweils mit zwei Piloten und einem Flugzeugtechniker, in die Luft, um zum Flughafen Erfurt zu fliegen und sich mit dem Rest des Verbandes zu vereinigen. Abends um 20 Uhr war mit dem Rückflug nach Erfurt der Einsatz auch für die Fliegerstaffel Fuldatal beendet.

Mit einem Abschluss, der Staffelleiter Thomas Nagler noch lange in Erinnerung bleiben wird: Auf dem Flugfeld Etzelsbach hatte sich Papst Benedikt zuvor mit allen Angehörigen des BundespolizeiFlugdienstes zum Gruppenfoto gestellt. „Ich stand nur zwei Meter vom Papst entfernt und das war schon ein erhebendes Gefühl“, erinnerte sich der 48-Jährige.

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