Furcht vor TNT im Lärmschutz an Autobahn 44 – Studie belegt krebserregende Wirkung

Parlament: Kein Gift in den Erdwall

Helsa. Beim Bau der Lärmschutzwälle entlang der A 44 soll kein Erdaushub verwendet werden, der mit hochgiftigen Nitrotoluolen (TNT) belastet ist. Das fordert die Gemeindevertretung Helsa einstimmig und folgt damit einem Antrag der Grünen Liste Helsa (GLH).

Hintergrund ist die Aussage der Straßenplaner, kontaminiertes Material aus dem Tunnel unter der ehemaligen Nazi-Munitionsfabrik Hirschhagen nicht auf der Rekultivierungsstätte am Hirschberg ablagern zu wollen, sondern zum Bau des Lärmschutzwalls zu verwenden.

Dies aber dürfe nicht sein, fordert das Parlament und verweist auf die in vielen Studien nachgewiesene krebserregende Wirkung der Chemikalie: Die millionenteure Sanierung Hirschhagens belege diese Bedrohung. Das belastete Material müsse umweltgerecht entsorgt werden.

Ute Wolfram-Liese, stellvertretende Bürgermeisterin, erinnerte daran, dass eine gleichlautende Forderung bereits während des Planfeststellungsverfahrens zum Autobahnbau erhoben worden sei. Belastetes Material dürfe an keiner Stelle im Gemeindegebiet verwendet werden. (tom)

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