Grüne gewinnen ebenfalls – CDU verzeichnet Verluste

Parlament: SPD legt zu

Im Schauenburger Gemeindeparlament wird sich einiges ändern. Die SPD geht gestärkt aus der Kommunalwahl hervor, setzt sich von der zweitstärksten Fraktion, der CDU, deutlich ab. Bisher lagen SPD (14 Sitze) und CDU (12) fast gleichauf.

Die SPD steigert sich von 36,9 Prozent bei der Wahl 2006 auf nun 40,7 Prozent. Damit bekommt sie 15 Sitze. Die CDU verlor an Boden, bei der vergangenen Wahl hatten die Christdemokraten 33,7 Prozent erzielt, jetzt kommen sie gerade mal auf 27,0 (10 Sitze).

Die Offensive verzeichnet nur leichte Verluste. Vor fünf Jahren landete die neu gegründete Gruppierung auf Anhieb bei 15,4 Prozent, jetzt bleiben 14,2 (5 Sitze, vorher 6). Besonders stark ist das Team um Gerhard Schaumburg, der damals aus der SPD ausgeschlossen worden war, erneut in Elgershausen.

Zu den Wahlgewinnern in Schauenburg gehören die Grünen, die ihr Ergebnis von 7 Prozent auf 11,2 erhöhten. Die FWG, bisher mit zwei Sitzen im Parlament vertreten, bleibt mit 4,6 Prozent bei dieser Anzahl. Die Linke erhielt 2,4 Prozent der Stimmen, Die Linke/WASG hatte 2006 1,4 Prozent erzielt, ins Parlament kam die Liste nicht. Jetzt bekommen die Linken einen Sitz.

Da es keine Fraktion mit einer absoluten Mehrheit gibt, wird es entweder, wie bisher, wechselnde Mehrheiten geben. Oder Fraktionen beschließen eine Zusammenarbeit.

„Ja, sicher sind wir zufrieden“, sagt Schauenburgs SPD-Chef Manfred Bollerhey zum Wahlausgang. Gedankenspiele für eine mögliche Zusammenarbeit gebe es. Es sei aber zu früh, etwas Konkretes jetzt schon zu sagen.

Eine Art Koalition mit der SPD im Parlament lehnen die Grünen jedenfalls ab. „Das wird sich in der Praxis zeigen“, sagt der jetzige Fraktionschef Gerhard Nentwich. Bei den Sachfragen werde man sich abstimmen. „Es gibt eine Nähe zwischen SPD und Grünen. Das war schon immer so.“

Eine „gewisse Enttäuschung“ äußert CDU-Vorsitzender Harald Starke über das Ergebnis. Er macht negative Auswirkungen durch die Bundespolitik für die Einbußen bei den Christdemokraten und die Gewinne bei den Grünen verantwortlich. Sowohl mit Blick auf die Bürgermeisterwahl als auch für die Arbeit in der Gemeindevertretung will die CDU mit möglichen Partnern Gespräche führen, kündigt Starke an. (sok)

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