83 Baunataler waren zu Gast im tschechischen Vrchlabi – Neue Arbeitskreis-Vorsitzende will Überalterung entgegenwirken

Die Partnerschaft soll jünger werden

Weltkulturerbe besucht: Mitglieder der Baunataler Delegation in der tschechischen Stadt Kutna Hora, wo die Gäste unter anderem den gotischen Dom der heiligen Barbara besuchten. Foto: Hofeditz/nh

Baunatal / Vrchlabi. „Die Kontakte in die mittlere Generation verstärken“, das hat sich Manuela Strube vorgenommen. Die 32-Jährige aus Kirchbauna war zwar schon öfter in der tschechischen Partnerstadt Vrchlabi (früher: Hohenelbe) zu Gast, aber nun zum ersten Mal als Leiterin einer Baunataler Delegation. Denn Strube ist seit kurzem Vorsitzende des Vrchlabi-Arbeitskreises.

83 Nordhessen waren für vier Tage an den Fuß des Riesengebirges gefahren, darunter neben langjährigen Verschwisterungsaktiven Mitglieder des Sozialverbandes VdK, des Kunst- und Kulturvereins, der Volleyball-Abteilung des KSV Baunatal und der Musikschule. Nicht nur aus Baunataler Sicht ein Höhepunkt der Reise: Eine Ausstellung des neuen Kunst- und Kulturvereins. Werke von 17 Künstlern hatten die deutschen Gäste mitgebracht, was auf viel Beachtung stieß.

Kulturaustausch könne die Städteallianz stärken, betonte denn auch Jan Sobottka, Bürgermeister von Vrchlabi. Baunatals Erste Stadträtin Silke Engler lobte das Engagement des noch jungen Kunst- und Kulturvereins.

Das Partnerschaftskomitee von Vrchlabi hatte ein umfängliches Programm vorbereitet. Dazu gehörten ein Ausflug zur Elbtalsperre im Riesengebirge und ein Spaziergang von Spindlermühle bis zur polnischen Grenze, eine Stippvisite im Nationalgestüt Kladrubiy, ferner ein Besuch der Stadt Kutna Hora (früher: Kuttenberg), die zum Unesco-Weltkulturerbe zählt. Wie es die Baunataler schon öfter erlebt haben, klang ihr Aufenthalt mit einem Orgelkonzert in Vrchlabis Klosterkirche aus.

Ein Programmpunkt weniger, dafür mehr Zeit in den Gastfamilien, das hat sich Manuela Strube für den Gegenbesuch 2013 der Tschechen, voraussichtlich wieder am zweiten September-Wochenende, vorgenommen. Sonstige Pläne seien noch nicht geschmiedet worden. Auf jeden Fall will Strube für die Partnerschaft bei 30- bis 50-Jährigen werben. Die seien kaum vertreten, während mancher langjährige Akteur aus Alters- und Gesundheitsgründen passe. Ausnahmen bildeten der City-Club Hertingshausen und die Musikschule. (ing)

Info zu Städtepartnerschaften: Rathaus Baunatal, Heike Peist, Tel. 05 61/4 99 22 74.

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