Elgershäuser Schützen- und Heimatfest

Party-Marathon bis zum Morgen

Schauenburg. Während Natalie Horler mit ihrer Band Cascada in Malmö beim Eurovision Song Contest am Samstagabend vergeblich versuchte, Zuschauer und Juroren zu begeistern, schaffte das zur gleichen Zeit die Showband „Confect“ im Festzelt am Hirzstein zur gleichen Zeit mit bekannten Hits und Schlagern aus mehreren Jahrzehnten problemlos.

Manuela Blum begann wie ihre Freundinnen, sich zum Rhythmus der Musik in den Hüften zu wiegen. „Das hier macht viel mehr Spaß als der Eurovision Song Contest“, sagte die Elgershäuserin.

Party ohne Ende: Mats Knierim (vorn rechts), Leon Schmelzle (links) und ihre Freunde feierten am Samstag ausgelassen.

Der Auftritt von „Confect“ markierte am Samstag den gelungenen Auftakt des Elgershäuser Schützen- und Heimatfests, das am Nachmittag mit dem Königsschießen begonnen hatte. Die Titel sicherte sich erneut ein treffsicheres Trio, der amtierende Schützenkönig Raphael Jakob und seine „Ritter“ Timo Kotaska und Sven Wille.

Manfred Bolte und seine Kollegen vom 25-köpfigen Festausschuss des Fördervereins der Sterbekasse der Leichenbrüderschaft Elgershausen gönnten sich an diesem Partyabend nach den zweitägigen Vorbereitungen des Fest - teilweise im strömenden Regen - und dem Ausschmücken des Festzelts ein Bier. Bolte blickte zufrieden auf die Feiernden, die das Zelt immer mehr füllten. Es sei positiv, dass dieses Jahr das Kasseler Stadtfest als Konkurrenz ausfalle, sagte er. Diesmal sei das Publikum auch sehr altersgemischt,. Vergangenes Jahr seien beim Discoabend vor allem sehr junge Leute gekommen. Die sorgen weniger für Umsatz an der Theke, weil sie oft schon mit mitgebrachtem Alkohol vor dem Festgelände „vorglühen“. Das war jedenfalls am Samstagabend zu beobachten.

Fotostrecke zum Fest

Schützen und Heimatfest in Elgershausen

Manuela Blum

Beim Festzug durch das Dorf, der am Pfingstsonntag traditionell den Höhepunkt der dreitägigen Marathon-Party in Elgershausen markiert, kam dem Förderverein, der das Heimatfest ausrichtet, das Wetter zu Hilfe: Bei strahlendem Sonnenschein veranstalteten viele Elgershäuser in ihrem Vorgarten Spontan-Partys und jubelten den vorbeiziehenden Festwagen und fantasievoll kostümierten Gruppen zu. Dazu gehörte die Familie Hischemöller, die es sich auf Liegestühlen mit ihren Freunden gemütlich machte und sich aus einem Bottich mit eiskaltem Wasser mit Getränken versorgte.

Die vielen Gruppen bewiesen einmal mehr, dass die Tradition der Leichenbrüder-Sterbekasse, die vor rund 400 Jahren auf Initiative von Landgraf Moritz gegründet wurde, um den - damals oft sehr armen Dorfbewohnern - ein würdiges Begräbnis zu ermöglichen, noch heute für Zusammenhalt sorgt. Mit Preisschießen, Live-Muik, Tanz und Tombola ging das Fest am Montag zu Ende.

Von Peter Dilling

Rubriklistenbild: © Fotos: Dilling

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