Museum zeigt doppelte Beleuchtungsmöglichkeit

Die Petroleumlampe trägt auch Kerzen

Von Kerzenständern umrundet: Eine Petroleumlampe in der Hessenstube. Foto: Wienecke

Baunatal. In das untere Gefäß der Deckenlampe in der Hessenstube in Altenritte kann Petroleum eingefüllt werden. Sollte es einmal zur Neige gehen, können Kerzen angezündet werden, denn rund um die Leuchte wurden zusätzlich noch Kerzenständer angebracht. Beim Betrieb mit Petroleum brennt die Lampe heller und länger, allerdings ist ihre Rußentwicklung dann auch stärker.

Der Urgroßvater des deutschen Schauspielers, Autors und Kabarettisten Jochen Busse stellte in seinem Betrieb Kutschenleuchten her, wie der 73-jährige Träger von Comedy- und Kleinkunstpreisen gern in Interviews zu seiner Familiengeschichte berichtet.

Mit seinen Petroleumlampen im Gepäck reiste der Urgroßvater, der im Sauerland lebte, zur Weltausstellung nach Paris. Dort bekam er einen Ratschlag, der ihn später reich machen sollte.

Ein Wissenschaftler, der selbst kein Interesse daran hatte, seine Idee umzusetzen, schlug ihm vor, beim Docht der Lampe eine andere Form zu wählen. Auf diese Weise könne er bei gleich hohem Verbrauch zu wesentlich besseren Beleuchtungsergebnissen kommen. Der Ehrgeiz des Lampenfabrikanten war geweckt, nach seiner Rückkehr tüftelte und experimentierte er so lange, bis er den Vorschlag in die Praxis umgesetzt hatte. Später beantragte er dann noch weitere Patente.

Das Stadtmuseum Baunatal im Mühlenweg 4 und das Heimatmuseum Hessenstube in der Ritter Straße 1 in Altenritte werden sonntags von 14 bis 16.30 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet. Kontakt: Stadt Baunatal, Rathaus, Stadtarchiv, Tel. 0561/ 4 99 21 37, Infos: www.baunatal.de

Von Bettina Wienecke

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