Gut besuchter Gottesdienst zum neuen Herbst-Brauch

Pfarrer: Halloween spielt mit der Angst

Gestalteten den Gottesdienst: Katja Brassel (von links), Brigitte Messerschmidt, Kirsten Bernhardt, Pfarrer Werner Pausch und Gudrun Zinke wirkten in der Welleröder Kirche mit. Foto: Wohlgehagen

Söhrewald. „Fürchte dich nicht“, war der Titel eines bemerkenswerten Gottesdienstes in der evangelischen Kirche Wellerode. Pfarrer Werner Pausch und Mitglieder des Gottesdienst-Arbeitskreises befassten sich am Vorabend des Reformationstages mit dem Sinn oder Unsinn von Halloween und sprachen Grundsätze der Lutherschen Reformen an.

„Nur der Glaube hilft gegen die Furcht“, dagegen sei Halloween ein Spiel mit der Angst der Menschen, das nicht dauerhaft helfe, sagte Pfarrer Werner Pausch in seiner Predigt. Auch Martin Luther habe Angst gekannt, so der Seelsorger, und erkannt, dass er zu Jesus und dem Herrn gehöre.

Die Besucher auf den gut gefüllten Kirchenbänken erfuhren, dass der Ursprung von Halloween bei den Iren liegt, die am Vorabend von Allerheiligen zum Erntedank ein wenig Geister spielten.

Auch eine Halloween-Geschichte über die unheimlichen Träume des jungen Paddy Ahern, die Kirsten Bernhardt den gespannt zuhörenden Gottesdienstbesuchern vorlas, spielte in einer irischen Grafschaft. Halloween sei der untaugliche Versuch, wie in Amerika vor Weihnachten mit der Angst der Menschen noch einmal ein Geschäft zu machen, stellte Pfarrer Pausch fest. Man sollte es auch in unserer Region bei den Klobessen belassen, die nach Neujahr singend von Haus zu Haus ziehen, meinte der Pfarrer. (ppw)

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