Protest gegen die Pferdesteuer reißt nicht ab

Protestfahrt: Pferdehalter fuhren mit ihren Autos samt Anhänger durch Lohfelden und Kassel, um gegen die Pferdesteuer zu protetieren. Foto: privat/nh

Lohfelden/Kassel. Der Protest gegen die Einführung der Pferdesteuer reißt nicht ab: Um gegen die Erhebung mobil zu machen, kamen am Wochenende Pferdehalter zusammen.

Sie fuhren mit Pferdeanhängern vom Autohof Lohfeldener Rüssel über die Messehallen in die Kasseler Innenstadt.

Auf Flyern und Plakaten sprachen sich die Teilnehmer gegen einen Beschluss des Hessischen Verwaltungsgerichtshofes Kassel vom 8. Dezember (Az. 5 C 2008/13.N) aus. Darin hatten die Richter der Pferdesteuer grünes Licht gegeben. Pferdehalter seien wirtschaftlich besonders leistungsfähig. Das ergebe sich aus dem hohen Aufwand, der bei diesen Tieren nötig sei, argumentierte das Gericht. Diese wirtschaftliche Leistungsfähigkeit dürfe „mit einer Steuer abgeschöpft werden“.

Dieses Urteil erzeuge nur Verlierer, entgegnet Melanie Anthe von der Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland (VFD). In einer ländlich geprägten Region sei nach dem Beschluss mit Landflucht und vermehrten Leerständen in den Ortschaften zu rechnen.

Außerdem führten Steuer- und Gebührenerhöhungen zu einer verringerten Kaufkraft und sinkenden Umsätzen. „Das betrifft die gesamten Kommunen und nicht nur die Pferdeleute“, so Anthe.

Nicht zu vergessen sei, dass Pferdehalter ortsgebunden seien und ihr Geld in der Region ausgeben. Damit würden nicht nur der Handel, sondern auch Tierärzte, Schmiede und Landwirte unterstützt. (esp)

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