Stiftsareal in Oberkaufungen: Matten halten Wasser von Einfriedung ab – Sanierung fast abgeschlossen

Pflanzenteppich soll Mauer schützen

Weiche Oberfläche: Die Matten sollen Feuchtigkeit aufnehmen und verhindern, dass Wasser in das frisch sanierte Mauerwerk eindringt. Foto: Ketteritzsch

Kaufungen. Für Kinder war das Besteigen der Mauer um das historische Stiftsareal in Oberkaufungen früher mitunter ein gefährliches Unterfangen. Um die Jüngsten von dem Balanceakt abzuhalten, waren Teile der Mauerkrone mit Glasscherben gespickt, die man in Beton und Putz eingelassen hatte. Nach der Sanierung der Einfriedung, die im September 2012 begann und dieser Tage abgeschlossen wurde, präsentiert sich die Mauer nicht nur hell, sondern ist auch begrünt.

Auf der Mauerkrone haben die Bauarbeiter bepflanzte Matten ausgerollt, wie man sie von Flachdächern kennt. Sie sollen nach Auskunft von Architekt Martin Burischek die Feuchtigkeit aufnehmen und verhindern, dass diese in das frisch sanierte Mauerwerk eindringt und es beschädigt. „Es geht darum, den Wasserhaushalt zu regulieren.“ Selbst längere Trockenperioden würden die Matten überstehen, so der Architekt.

Die Sanierung der Mauer entlang der Straße Zur schönen Aussicht war dringend nötig. Im Laufe der Jahre hatte sie sich teilweise geneigt, Steine waren herausgefallen und es klafften Risse im Mauerwerk. Saniert wurde auch der Torbogen unweit des Rondells, in dem ebenfalls ein großer Riss klaffte. Das markante Bauwerk soll nun noch mit Eisenstreben verstärkt werden. Zu den Kosten der Sanierung macht das Ritterschaftliche Stift keine Angaben.

Die Sanierung wird mit Fördergeld für den Denkmalschutz gefördert. Bereits vor rund 30 Jahren war die Mauer östlich des Rondells erneuert worden. Sie war eingestürzt. Bei dem Unglück war wie durch ein Wunder niemand verletzt worden.

Von Peter Ketteritzsch

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