„Das wäre für uns ein Segen“

Piloten für Vorschlag, in Neuer Mitte Platz für Christoph 7 zu lassen

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Problem: Die Piloten des Rettungshubschrauber Christoph 7 haben zunehmend Schwierigkeiten, geeignete Landeplätze in Wohngebieten zu finden.

Kaufungen. Bei den Piloten von Christoph 7 stößt der Vorschlag, im künftigen Wohngebiet Neue Mitte in Kaufungen einen Platz für den Rettungshuschrauber freizuhalten, auf Zustimmung. „Für uns wäre das ein Segen“, sagte Thomas Nagler, Leiter der Fliegerstaffel der Bundespolizei in Fuldatal.

Die Piloten der Bundespolizei fliegen den am Rot-Kreuz-Krankenhaus Kassel stationierten Hubschrauber vom Typ Eurocopter EC 135.

Zur Besatzung gehören neben dem Pilot ein Notarzt des Krankenhauses und ein Rettungsassistent. Während der jüngsten Bürgerveranstaltung zur Neuen Mitte war angeregt worden, in dem Baugebiet Platz für die Rettungsflieger zu lassen.

Bei Einsätzen in Kaufungen landet die Maschine derzeit häufig auf oder am Rande des Festplatzes am Kreisel. Der Platz wird allerdings demnächst bebaut, die Landemöglichkeit fällt dann weg. Am Festplatz steigen Notarzt und Rettungsassistent häufiger in den Rettungswagen um und fahren mit ihm zu der Einsatzstelle.

Landeplätze direkt in Wohngebieten zu finden, ist für die Piloten laut Staffelleiter Nagler nicht ganz einfach. Die dichte Bebauung biete oft nicht genug Platz, um den Hubschrauber zu landen. „Wir brauchen eine Fläche von 50 mal 50 Metern“. Diese dürfe nicht umzäunt sein, damit der Rettungswagen an den Hubschrauber heranfahren kann.

Arnim Roß

Geeignete Landemöglichkeiten in Wohngebieten werden nach Auskunft des Staffelleiters immer wichtiger.

Der Grund: Die Zahl der internistischen Notfälle, zu denen die Christoph 7-Besatzung gerufen wird, nimmt zu. „Das hängt damit zusammen, dass die Menschen immer älter werden und es vor allem in ländlichen Gebieten immer weniger Notärzte gibt“, weiß Nagler. Anders als in den Anfangsjahren der Rettungsfliegerei in der Region Kassel stünden Verkehrs- und Arbeitsunfällen heutzutage nicht mehr im Mittelpunkt.

Kaufungens Bürgermeister Arnim Roß (SPD) verwies am Donnerstag auf Anfrage unserer Zeitung darauf, dass dem Gemeindevorstand aus dem Parlament bereits der Auftrag vorliegt zu prüfen, ob für Christoph 7 in der Neuen Mitte ein alternativer Landeplatz bereitgestellt werden kann.

Konkret geht es um ein Grundstück unterhalb der Stützpunktfeuerwache und damit nur wenige Meter vom Festplatz entfernt. „Die Prüfung ist noch nicht abgeschlossen“, sagte Roß, „wenn diese Notwendigkeit bestehen sollte, werden wir das der Gemeindevertretung zur Umsetzung empfehlen.“

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