Das „Theater en miniature“ verzauberte Vellmarer Kinder in zwei Vorstellungen

Pinocchio, Fuchs und Kater

Kindertheater: Stimmgewaltig und professionell präsentierten Andrej Garin (links) und Ellen Heese vom „Theater en miniature“ die spannenden Abenteuer von Pinocchio.

Vellmar. Es gibt viele Geschichten von Pinocchio und jede wird anders erzählt. Trotzdem bleibt sie stets spannend und amüsant, so wie die Aufführung des „Theaters en miniature“ aus Leimen, das mit zwei Vorstellungen in der Obervellmarer Grundschule zu Gast war.

Ellen Heese und Andrej Garin präsentierten den mehr als 200 Grundschülern eine Neuinszenierung der 1881 von dem italienschen Schriftsteller Carlo Collodi erfundenen Kinderbuchfigur Pinocchio.

Eine Puppe aus Holz

Gepetto schnitzte aus einem Stück Holz eine Puppe, taufte sie Pinocchio und wollte sie zur Schule schicken, damit sie lesen, schreiben und rechnen lernt. Aber daraus wurde zunächst nichts, denn die eigenwillige Holzfigur sah auf dem Weg zur Schule Zampano‘s Puppentheater.

Pinocchio wollte das Theater besuchen und war fasziniert vom Geschehen auf der Marionettenbühne. Doch der verschlagene Theaterchef wollte die Holzpuppe als Brennholz verwenden, um sich eine Bohnensuppe zu kochen. Als er jedoch hörte, das Pinocchio von Gepetto geschnitzt worden war, gab er der Marionette fünf Goldstücke, damit ihm Gepetto noch mehr lebendige und sprechende Puppen schnitzen sollte.

Damit begann eine Reihe aufregender Abenteuer. Pinocchio wurde von listigen Gaunern, einem Fuchs und einem Kater, um die Goldstücke gebracht.

Es folgte eine wilde Verfolgungsjagd, an deren Ende er auch gute Freunde trifft. Gemeinsam mit ihnen findet er heraus, wem er vertrauen kann, wer er ist und was er will. So findet Pinocchio seinen Weg.

Aufmerksam verfolgten die Kinder über 50 Minuten das turbulente Geschehen auf der Bühne, auf der es den beiden Akteuren des „Theaters en miniature“ gelang, die jungen Zuschauer in ihren Bann zu ziehen.

Die Kinder waren begeistert und spendeten reichlich Applaus. Begeistert war auch Ena Adel Bikic von der Geschichte des hölzernen Jungen mit der langen Nase.

Am Ende wurde alles gut

„Das Stück hat mir sehr gut gefallen“, sagt die Achtjährige. Vor allem der Teil, in dem Pinocchio in dem schönen Theater war und mitgespielt habe. Gut sei auch, dass es für die Holzpuppe mit der Lügennase am Ende doch noch gut ausgegangenen sei.

Weniger spannend fand es dagegen Leon Nguyen, der die Geschichte bereits im Fernsehen gesehen hatte. „Dort war es schöner“, bestätigt der Neunjährige.

Sollte das Theater en miniature allerdings noch einmal zur Grundschule nach Obervellmar kommen, wollen beide wieder dabei sein, sagen die Schüler übereinstimmend.

Von Werner Brandau

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