Heinz-Dieter Rachuy aus Espenau stellt seine Werke in der Rathausgalerie aus

Mit Pinsel, Feder, Kreide

Kunst und Musik: Künstler Heinz-Dieter Rachuy (von links), Bürgermeister und Vorsitzender des Kulturvereins Michael Wielert, Klaus Oertel, Koordinator der Rathausgalerie, eröffneten gemeinsam mit Ruth Riepe, Kim Eifert, Delia Jitariu sowie Sebastian Schilling vom Caspary-Streichquartett die zweite Ausstellung der Reihe Rathausgalerie in der Gemeindeverwaltung in Espenau.

Espenau. Die Besucher, die am Sonntag zur Eröffnung seiner Ausstellung ins Haus der Gemeindeverwaltung in Hohenkirchen gekommen waren, begrüßte Heinz-Dieter Rachuy wie ein Rockstar: „Hallo Fans“, rief der 89-Jährige aus Mönchehof, bevor er sich und seine Werke dem amüsierten Publikum vorstellte.

Der Kulturverein, der seit 2003 in Espenau aktiv ist, hatte den passionierten Künstler eingeladen, einen Teil seiner vielfältigen Bilder im Rahmen der Ausstellungsreihe „Rathausgalerie“ zu präsentieren. Musikalisch untermalt wurde die Ausstellungseröffnung vom Caspary-Streichquartett. „Wir wollen zeigen, was unsere Gemeinde alles hat und was unsere Gemeinde alles kann. Dabei ist es uns auch wichtig, die Künstler aus Espenau, die oft im Verborgenen aktiv sind, ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken“, sagte Bürgermeister Michael Wielert, der zugleich Vorsitzender des Kulturvereins ist.

Vereinsmitglied und Koordinator Klaus Oertel hatte Hobbymaler Heinz-Dieter Rachuy für die zweite Folge der im Mai gestarteten Ausstellungsreihe vorgeschlagen: „Die Werke von Heinz-Dieter Rachuy sind in einer Vielfalt von Techniken gemalt, die man selten findet“, sagte Oertel. Bleistift- und Federzeichnungen, Acryl-, Aquarell-, Öl- und Seidenmalereien, Pastellfarben, Bilder aus Kreide und Sepiatusche: Jedes, der mehr als 50 unterschiedlichen Werke, die noch bis kurz vor Weihnachten im Eingangsbereich, Treppenhaus und Sitzungszimmer während der Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung zu sehen sind, stammt von Heinz-Dieter Rachuy, der sich alle Techniken selbst beigebracht hat.

Der Autodidakt wurde 1986 in Tunesien zum Künstler, als sich der Ruheständler in Tunis mit einem Sportkameraden auf die Marathon-Sainson vorbereitete. „Die Menschen, die Stimmung, das Licht, das Fremdartige – mich durchfuhr es damals wie ein Blitz, ich musste einfach zeichnen“, erinnert sich Heinz-Dieter Rachuy. Der Künstler wurde im westpreußischen Runowo geboren, lebt aber seit den 1960er-Jahren mit seiner Familie in Espenau.

Seine Motive fand der Diplom-Ingenieur und Architekt nicht nur auf seinen Reisen nach Tunesien, Dänemark und unter anderem Neuseeland. Vor allem örtliche Themen, wie zum Beispiel Espenaus Kirchen und Fachwerkhäuser, haben es Heinz-Dieter Rachuy angetan. „Seine Heimatbilder werden von der Gemeindeverwaltung als Geburtstagsgrußkarten verschickt“, sagte Bürgermeister Michael Wielert stolz

Ausstellung Heinz-Dieter Rachuy, Rathausgalerie, Im Ort 1, Hohenkirchen. Öffnungszeiten: Montags von 8.30 bis 12.30 Uhr und 14 bis 18 Uhr, dienstags und donnerstags von 8.30 bis 12.30 Uhr sowie 14 bis 16 Uhr, mittwochs und freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr.

Von Sarah Rogge-Richter

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