Kinder und Eltern erkundeten die neue Waldstation am Baunsberg

Einweisung vor der Suche nach Käfern und Fröschen: Förster Heinz Jürgen Schmoll (links) erklärt Kindern und Erwachsenen die Merkmale der verschiedenen Arten mithilfe einer Schautafel. Fotos: Dilling

Baunatal. Der Baunsberg birgt so manches Geheimnis. „Kennt ihr diesen Baum mit den Streifen dort? Das ist eine Vogelkirsche“, erklärt Förster Heinz Jürgen Schmoll den etwa 20 Kindern, die ihm mit ihren Eltern gespannt lauschen.

Die wachsen hier häufig, weil vorbeiziehende Vögel die Kerne genaschter Kirschen auf den Waldboden fallen lassen, erklärt der Forstexperte. Dann geht es auf die Pirsch nach Asseln und dem Saftkugler, Getier, das noch aus der Zeit der Dinosaurier stammt. Ulrich Hommels Sohn Marek-Luca (6) findet gleich mehrere Käfer. Jonathan Pimpel (8) aus Hoof zeigt seinem Freund Oliver und seinem Vater Jörg stolz einen winzigen Waldfrosch, den er im Laub aufgestöbert hat.

Die Pirsch am Baunsberg gehörte zu den interessantesten Angeboten, die die schätzungsweise mehr als 400 Besucher bei der Eröffnung der Waldstation oberhalb des Altenpflegeheims Am Goldacker der Arbeiterwohlfahrt (Awo) ausprobieren konnten.

Neben der Waldführung lockten das Toben in einem Heuhaufen, eine kleine, von einem Hund bewachte Schafherde, ein Balancierparcours, ein Kurs in Apfelsaftpressen und ein Barfußpfad.

Daneben konnten Eltern und Kinder Flitzebogen bauen und basteln. Zwischendurch stärkten sie sich mit frischen Waffeln und Bratwurst.

Vor der offiziellen Eröffnung mit Bürgermeister Manfred Schaub haben laut Achim Käse, der als pädagogischer Mitarbeiter der Stadt Baunatal die Station konzipiert und organisiert hat, schon 13 Gruppen mit 260 Kindern das Angebot getestet. Die Stadt Baunatal hat für die Kosten der Waldstation in ihrem Haushalt 12 000 Euro bereitgestellt.

„Hier kann man die Natur richtig erleben. Das fehlt Kindern, die zu häufig am Computer sitzen“, sagte Melanie Rudolph, die mit ihren Töchtern Anna-Sophie und Emma-Marie aus Tannenzapfen Mobiles bastelte. Und die Kita-Erzieherin Regina Mayer, die wie viele ihrer Kolleginnen an den Aktionsständen mithalf, hofft, dass die Kinder jetzt mehr über die Natur am Baunsberg erfahren. Deren Schönheit sei vielen gar nicht bewusst.

Jörg Pimpel aus Hoof beeindruckt die Kombination aus Spiel, Bewegung und Information, die die Waldstation den Kindern biete. Die Station sei sogar für Erwachsene sehr interessant und lehrreich, sagte Ulrich Hommel, der mit seinen Kindern Marek-Luca (6) und Mira-Vanessa (7) den Wald erkundete.

An einer Fotowand konnten sich die Besucher informieren, was die Waldstation für vielfältige Möglichkeiten der Naturerkundung bietet. (pdi)

HINTERGRUND

Von Peter Dilling

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