Altenritter kämpften während ihres Traditionsfests mit den Unbilden des Wetters

+
Schnäpschen zum Anwärmen: Jana Rosenthal (von links) wurde von Arnd und Nicole Mumberg als frisch getaufte Altenritterin beglückwünscht. Die Trampolinspringerin wurde beim Spaziergang durch die Bauna von ihrem Freund Robin angefeuert.

Baunatal. Das Wetter machte der Premiere zum Auftakt des Altenritter Kuckucksfests einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Herbert Bornemann und seine Helfer hatten das traditionelle Baumstammziehen zu einem Dreikampf ausgebaut.

Neben der genannten Disziplin galt es nun außerdem, mit Tempo Holz zu sägen und Holzscheite in ein Ziel zu werfen. Doch kurz nach Beginn des Wettbewerbs öffnete der Himmel seine Schleusen. Die sieben Teams wurden pitschenass, der Wettkampf wurde unterbrochen.

Nach der Regenpause zeigte sich das Team der Kuckucksfest-Organisatoren unbeeindruckt vom schlechten Wetter. Es gewann den Wettkampf vor den erfolgsverwöhnten Kirmesburschen aus Kirchbauna.

Wegen des Regens seien am Samstag weniger Besucher als gewöhnlich gekommen, sagte Mitorganisator Herbert Bornemann. Die drängten sich unter den aufgebauten Pavillons, während die Band „Stefan und Ingbert“ aufspielte. Der Taufe von vier Neubürgern, die mit einiger Verspätung am Samstagabend begann, hätte es eigentlich nicht bedurft. Denn sie wurden schon von oben nass, während Arnd und Nicole Mumberg sie den zumeist beschirmten Schaulustigen mit von Günter Siemon verfassten Reimen präsentierten und ihre Ortskenntnisse auf die Probe stellten.

Der Neubürger Volker Orth, ein gebürtiger Kasseler, der bei den Städtischen Werken sein Geld verdient, erwies sich dabei als Kenner der Altenritter Mundart. Den Ausspruch „Es bloat sich“ übersetzte er korrekt mit „Es klart auf“, eine Hoffnung, die sich für die Kuckucke während ihres Fests erst am Sonntag erfüllte.

Dass die Straße vor der Kirche früher Kirchplatz hieß, war wohl einfacher herauszufinden. Das gelang auch dem Neubürger und Berufskraftfahrer Thomas Michalke. Der frühere Kasseler hat als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr längst Anschluss an die Dorfgemeinschaft gefunden.

Ramona Raehmisch, die mit ihrer Familie von Kasseler Stadtteil Waldau nach Altenritte gezogen ist, erwies sich dagegen noch nicht so sattelfest. Was denn das „Rondelchen“ sei, wollte Arnd Mumberg von ihr wissen. Die junge Mutter tippte auf eine süße Spezialität, ein rundes Gebäckstück. Von der – von vielen Baunatalern so genannten – früheren Aussichtsplattform auf dem Baunsberg hatte sie noch nicht gehört.

Am Sonntag wurden die Kuckucke für den Regen am ersten Festtag etwas entschädigt. Nach dem gemeinsamen Gottesdienst sorgten der Kindergarten und Schüler der Friedrich-Ebert-Schule für die Unterhaltung ihrer Altersgenossen. Beim traditionellen Entenrennen um wertvolle Preise versammelten sich wieder zahlreiche Schaulustige am Ufer der Bauna.

Von Peter Dilling

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.