Studierende sorgten bei der Baunataler Diakonie für ein himmlisches Backvergnügen

Plätzchenengel halfen mit

Zimtsterne und Butterplätzchen: Christina Ewald (von links), Julia Suffa-Friedel, Friedhelm Meyer, Elisabeth Freudenstein, Norbert Pfaffenbach, Nicola Rüddenklau, Silke Schmoll und Lisa Finis-Eberhardt hatten sichtlich Freude beim Backen. Fotos: De Filippo

Baunatal. Diese Aktion war im wahrsten Sinne des Wortes ein himmlisches Vergnügen. Vier „Plätzchenengel“ machten jetzt im Begegnungszentrum Markt 5 Station, um mit Beschäftigten der Baunataler Diakonie Kassel Zimtsterne zu backen.

Für die vier jungen, kostümierten Frauen war es bereits der dritte Termin dieser Art: Seit einer Woche sind sie in Einrichtungen der Baunataler Diakonie unterwegs, um Menschen mit geistiger Behinderung ein wenig Vorweihnachtsfreude zu bringen. Wenn sie nicht gerade Schürze und Engelsflügel tragen, studieren sie an der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung in Kassel, die seit Jahren mit der sozialen Einrichtung kooperiert.

„Das Plätzchenengel-Projekt ist Teil des Unterrichts“, erklärt Dozentin Kathrin Brinkmeier-Kaiser. Im fünften Semester werde ein Wahlfach angeboten, bei dem sich die Studierenden in verschiedenen Bereichen sozial engagieren - zum Beispiel bei der Arbeit mit behinderten Menschen oder in der Bahnhofsmission. Ziel sei es, den jungen Frauen und Männern soziale Kompetenz zu vermitteln, sagt Brinkmeier-Kaiser.

Tatsächlich hätten sie zunächst Respekt vor ihrer Aufgabe gehabt, sagen die vier Plätzchenengel. Doch die Aufregung sei schnell verflogen. Beim dritten von vier Einsätzen wirkten die jungen Frauen jedenfalls schon sehr routiniert. „Allerdings ist jeder Termin anders. Wir müssen und immer wieder neu auf die Menschen einstellen“, sagt Christina Ewald.

Die Erfahrung, mit geistig Behinderten oder psychisch Kranken zusammenzuarbeiten, sei eine sehr bereichernde, findet Plätzchenengel Lisa Finis-Eberhardt. Sie nehme diese Personen jetzt anders wahr. Und genau darum geht es auch bei diesem Projekt, wie Birgit Picht, Ehrenamtsbeauftragte der Baunataler Diakonie Kassel, erklärt: „Ich finde es wichtig, dass junge Menschen solche Erfahrungen machen.“ Denn nur so könnten Berührungsängste abgebaut werden.

Von Pamela De Filippo

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