Jugendpfleger Martina Kopke und Jörg Dreismann bereiten Freizeit in Frankreich vor

Sie planen den Sommer

Spiele in Kisten: Die Schauenburger Jugendpfleger Martina Kopke und Jörg Dreismann bei den Vorbereitungen für die nächste Fahrt. Foto: S. Dilling

SCHAUENBURG. Während des Gesprächs mit den Jugendpflegern Martina Kopke und Jörg Dreismann klopft es immer wieder an der Tür. Anmeldungen zu der nächsten Jugendfreizeit in Südfrankreich kommen herein. Dreismann und Kopke freuen sich über die Anmeldungen. „20 Kinder haben sich bereits angemeldet, eingeplant sind 50 bis 60“, sagt Martina Kopke.

Viele zu alt geworden

Viele der Kinder, die in den vergangenen Jahren immer wieder gern mit dabei waren, seien allerdings zu alt für die Freizeiten geworden. Einige arbeiten jetzt als Betreuer und helfen bei der Organisation, erläutern die Jugendpfleger.

Die Organisation beginnt in den ersten Zügen bereits zwei Jahre vor Reiseantritt. Intensiv planen Kopke und Dreismann ein halbes Jahr vor der Fahrt. So müssen sie sich Spiele und Aktionen für die Kinder buchen und immer darauf achten, dass die Tagesplanung variabel bleibt. „Bei schlechtem Wetter muss man ganz schnell eine alternative Aktion aus dem Ärmel schütteln können“, sagt Kopke.

Dabei werden sie von freiwilligen Betreuern, alles ältere Jugendliche, unterstützt. Diese strotzten vor Ideenreichtum, berichtet Dreismann. Sie hätten viel Spaß daran, sich immer wieder neue Spiele auszudenken. Auch ein eigenes Kinderradio und viele Videofilme seien so entstanden.

„Man muss mit Lust und Laune dabei sein und viel Energie aufwenden, sonst kann man den Job gar nicht machen“, erklärt Kopke. „Es ist ein Fulltime-Job“, fügt Dreismann hinzu.

Besonders wichtig sei es, den Kindern während der Freizeit möglichst wenig Regeln vorzuschreiben, aber trotzdem klare Strukturen zu schaffen. Diese Abwägung zwischen Freiheiten und Regeln sei eine schwierige Gratwanderung.

Wichtig ist Dreismann und Kopke dabei, dass sie nicht Lehrer spielen wollen. Es sei eher ein freundschaftliches Verhältnis zu den Freizeitteilnehmern. Ansonsten könnten sie die Kinder und Jugendlichen nicht so gut erreichen. Das sei aber das A und O an der Jugendpflege.

Am wichtigsten sei es, dass ein Vertrauensverhältnis zu den Kindern und Jugendlichen in der Gemeinde aufgebaut werde, damit die Kinder und Jugendlichen eine Anlaufstelle bekommen, wenn sie mal Probleme haben.

50 weinende Kinder

Bei der Frage, was das schönste Erlebnis während der vergangenen Fahrten war, sind sich Kopke und Dreismann einig. Auf jeder Rückfahrt spielten sie im Reisebus das Lied „Time To Say Goodbye“. „Von 50 Kindern im Bus fangen 50 an zu weinen, weil sie so traurig sind, dass die Fahrt schon vorbei ist.“ Das mache Martina Kopke und Jörg Dreismann besonders stolz. HINTERGRUND

Von Sebastian Dilling

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