Planer hält an Windparks bei Schauenburg fest

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So könnte es aussehen: Diese Fotomontage vom Saukopf bei Elmshagen zeigt laut Burkard von Kieckebusch die echten Größenverhältnisse. Der Kontrast der Anlagen sei allerdings etwas zu schwach dargestellt.

Schauenburg. Protest hat sich in den vergangenen Wochen in Breitenbach und Elmshagen gegen die Windkraftprojekte auf dem Lindenberg und dem Saukopf formiert. In beiden Schauenburger Ortsteilen gibt es Gruppen von Bürgern, die sich vehement gegen die Vorhaben wenden.

Sie befürchten Belastungen durch Lärm und Beeinträchtigung des Landschaftsbildes. Der Hoofer Landwirt Burkard von Kieckebusch, der an beiden Projekten maßgeblich beteiligt ist, will aber an den Plänen festhalten.

Auf dem Lindenberg bei Breitenbach sollen fünf Windanlagen entstehen. Hier stellen von Kieckebusch und die Gemeinde die Flächen zur Verfügung. Umgesetzt wird das Projekt von der Firma GP Joule aus Reußenköge. Auf dem Saukopf bei Elmshagen sind zwei Rotoren geplant. Dort plant von Kieckebusch bisher alleine. Beide Windparks sollen auf Waldgebiet wachsen. Die Windräder werden laut von Kieckebusch alle 140 Meter hoch (Nabenhöhe). Die Rotorspitzen enden in knapp 200 Metern Höhe.

Die Belastung für beide Orte sei vertretbar, sagt der Hoofer Landwirt. Er setze weiter auf Information. Von Kieckebusch kritisiert dabei die von den Gegnern der Windparks verbreiteten Fotomontagen mit Ansichten auf die Gebiete. Dabei seien die Größenverhältnisse nicht eingehalten worden, sagt er. So sei in Breitenbach beispielsweise ein Flyer mit Fotos verteilt worden, „da wären die Windanlagen 500 bis 600 Meter hoch“. Grundsätzlich, so sagt er, seien die Anlagen auf den Fotos nicht in solchem Maße sichtbar, wie es in diesen Darstellungen vermittelt werde.

Auch tritt der Hoofer Stimmen aus den Orten entgegen, dass er bereits mit vorbereitenden Arbeiten zum Aufbau der Windanlagen begonnen habe. „Da ist gar nichts passiert“, sagt von Kieckebusch.

Die Gegner haben indes in beiden Orten Unterschriftenaktionen gegen die Pläne gestartet. Laut Elmshagens Ortsvorsteherin Alexandra Werner sind in dem kleinsten Schauenburger Ortsteil 80 bis 85 Prozent der Einwohner gegen das Projekt auf dem benachbarten Saukopf.

Von Sven Kühling

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