Gazeley baut Halle - Zum Jahreswechsel fertig - 180 Arbeitsplätze

SMA plant Zentrallager im Güterverkehrszentrum Kassel

Fuldabrück/Lohfelden/Kassel. Die Niestetaler Solarfirma SMA setzt weiter auf die nordhessische Region: Im Güterverkehrszentrum (GVZ) Kassel entsteht zurzeit eine riesige Lagerhalle für Baukomponenten zur Wechselrichter-Produktion.

SMA will in Zentrallager bestehende Lagerhallen zusammenführen

Zum Jahreswechsel soll das Gebäude fertig sein, Ende Februar werden hier etwa 180 SMA-Beschäftigte die Arbeit aufnehmen. Bauherr ist der britische Logistikentwickler Gazeley, SMA wird als Mieter in die Halle einziehen. Gazeley investiert einen zweistelligen Millionen-Betrag – genaue Zahlen nennt das Unternehmen nicht. Die Ausmaße der neuen Lagerhalle sind riesig: 450 Meter lang, 108 Meter breit, zehn Meter hoch – auf der 45 000 Quadratmeter großen Nutzfläche könnten locker sieben Fußballplätze untergebracht werden.

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Gazeley-Geschäftsführer Ingo Steves (Frankfurt/Main) äußerte sich bei einem Baustellenfest zufrieden darüber, dass es gelungen sei, nach VW nun eine weitere große Industriefirma als Mieter im GVZ zu gewinnen. Der Standort werde dadurch erheblich aufgewertet. Von dessen Qualität für Logistiker sei man seit langem überzeugt. Von hier in der Mitte Deutschlands und umgeben von mehreren Autobahnen könne man jeden Punkt in Deutschland innerhalb von fünf Stunden erreichen.

Mit Hochdruck gehen die Bauarbeiten voran. Der südliche Teil der Halle steht bereits, am nördlichen Teil wird gerade die Deckenkonstruktion installiert. In einer Bauzeit von nur sieben Monaten errichtet der Generalunternehmer GSE (Saarbrücken) das Gebäude, in dem neben dem Regallager auch ein Verwaltungsbereich untergebracht wird. Errichtet wird ein nachhaltiger Industriebau mit Stahlbetonstützen und Holzleimbindern.

Gazeley hat im GVZ seit 2005 bereits vier große Hallen für VW und die Firma Zufall errichtet und dabei nach eigenen Angaben einen dreistelligen Millionenbetrag investiert. Man könne sich, das machte Gazeley-Geschäftsführer Steves deutlich, auch ein weiteres Engagement auf der Erweiterungsfläche GVZ II vorstellen. Dies wurde von den Ehrengästen des Baustellenfests aus Politik und Wirtschaft mit Interesse registriert. „Nordhessen ist ein Logistikstandort und muss es bleiben“, sagte Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke (CDU).

Die Firmen SMA und Gazeley verdienten Anerkennung und Respekt für ihr Vertrauen in den Standort Nordhessen, meinte Andreas Güttler vom Zweckverband Raum Kassel (ZRK). Soll zehn Jahre reichen Das neue Zentrallager ist auf Wachstum gebaut, sagte Norbert Kossmann, als Bereichsleiter für die SMA-Gebäude zuständig, der HNA. „Das Lager soll für die nächsten fünf bis zehn Jahre reichen.“ Über den Bau einer Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach verhandelt SMA noch mit Gazeley.

HINTERGRUND 

SMA will in seinem neuen Zentrallager bestehende Lagerhallen zusammenführen. Fünf bisher genutzte Hallen in Nordhessen – sie befinden sich beispielsweise im Gewerbegebiet Lohfelden, in Kaufungen-Papierfabrik und in Wabern – werden damit laut SMA überflüssig. Von dem neuen Zentrallager aus sollen die Kasseler SMA-Produktionsstätten an der Dresdener Straße, der Falderbaumstraße und der Lilienthalstraße beliefert werden. Die Halle wird als manuelles Regallager betrieben, das heißt, die Lagerbeschäftigten werden mit Hilfe von Gabelstaplern die benötigten Bauteile kommissionieren. (hog)

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