Anwohner in Großenritte haben ihre Fenster mit leuchtenden Zahlen bestückt

Platz als Adventskalender

Leuchtzahl: Fürs Foto hat Annika Lipphardt (mit ihrem Sohn Arik, von links) die Vier des nachbarschaftlichen Adventskalenders umgedreht. Mit Claudia Eikelmann, Vanessa Hüge (rechts) und Katharina Turco (nicht im Bild) koordinierte sie die Aktion. Fotos:  Wienecke

Baunatal. Zum Stadtplatz in Großenritte, der zwischen der Kieler Straße und der Glücksburger Straße liegt, pilgern im Frühling zahlreiche Schaulustige und Fotografen. Die Stadt hat dort 240 000 Krokusse gesetzt, die Ende März in leuchtendem Lila und anderen Farben erblühen. Seit Anfang Dezember gibt es jedoch auch in der kalten Jahreszeit einen Grund, am Stadtplatz einmal vorbeizuschauen.

Beachtliche Kreativität

Die Anwohnerinnen Claudia Eikelmann, Annika Lipphardt, Vanessa Hüge und Katharina Turco haben einen leuchtenden Adventskalender nachbarschaftlich organisiert. „Ich hatte dies schon einmal in der Schweiz gesehen“, berichtet Claudia Eikelmann. Weil ihr die leuchtenden Zahlen in den Fenstern eines Straßenzuges so gut gefielen, überlegte sie mit ihrer Nachbarin Annika Lipphardt, wie man die Aktion am besten in Angriff nehmen könnte.

„Das war auch eine gute Gelegenheit, weitere Nachbarn kennenzulernen“, sagt Claudia Eikelmann. Annika Lipphardt hat durch ihre Kinder Kontakt zu Vanessa Hüge, die gegenüber in der Glücksburger Straße wohnt. „Wir haben uns für den Bau unserer Zahl im Baumarkt beraten lassen“, erzählt sie. Schließlich müsse die Konstruktion ja auch sicher sein. „Wir haben mit einer LED-Lichterkette gearbeitet, da sie nicht heiß wird“, erläutert sie.

Annika Lipphardt hat ihre Nummer in Spiegelschrift ausgeschnitten, von innen an ihre Fensterscheibe geklebt und mit Birnchen beleuchtet. Ihr Söhnchen Arik (2) hat daher Spaß daran, dass er die Vier, die bei Claudia Eikelmann im Fenster hängt, anfassen und umdrehen kann. „Wir haben bei 30 Nachbarn mit Handzetteln angefragt. Alle 24 Zahlen sind vergeben, zwei Familien haben zwei Adventszahlen übernommen“, sagt sie. Ihr zweite Zahl 16 hat die Innenarchitektin als Scherenschnitt gestaltet. Auch von der Wohnung aus sieht Claudia Eikelmanns Entwurf mit dem Engel und den Sternen zauberhaft aus.

Treffen der Nachbarschaft

Als am 1. Dezember das erste Fenster erstrahlte, sind zum „Einleuchten“ insgesamt 50 Nachbarn zusammengekommen, berichten die Frauen. „Wir haben mitten auf dem Stadtplatz in einer Edelstahlschale ein Feuer gemacht, Fackeln angezündet, Weihnachtslieder gehört, Glühwein und Nichtalkoholisches getrunken und noch mehr Nachbarn kennengelernt“, erläutert Claudia Eikelmann.

Sie freut sich jeden Abend darüber, dass ein zusätzliches Fenster erstrahlt. Auch im kommenden Jahr sollen in den beiden gegenüberliegenden Straßenzügen wieder Adventszahlen leuchten.

Von Bettina Wienecke

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