Rassegeflügelzüchter hoffen auf Änderung des Baugesetzes

Platz für Gefiedertes

Erwin

Baunatal. Geplante Änderungen im Baugesetz und im Tierschutzgesetz bieten für Züchter Chancen, aber auch Risiken. Das wurde während der Landesverbandstagung der kurhessischen Rassegeflügelzüchter am Sonntag mit 200 Delegierten in der Baunataler Stadthalle deutlich.

Dem Verband gehören sechs Kreisverbände mit insgesamt 3700 Mitgliedern – darunter zehn Prozent Jugendliche – an. Die Züchter machen sich laut Verbandsvorsitzendem Helmut Ludloff (Kassel) mit Petitionen für eine Liberalisierung der Haltung von Geflügel in Wohngebieten stark. Es gebe auch in der Kasseler Region für Züchter Probleme in Wohngebieten, sagte Erwin Kilian, Kreisvorsitzender in Kassel und Vorstandsmitglied im Landesverband. In Grebenstein sei ein Fall bekannt, wo Hähne nur mit richterlicher Genehmigung aus dem Stall dürfen.

In Baunatal seien die Bedingungen für Züchter aber gut, meinte Kilian. Er sieht Chancen, dass die Nachwuchsarbeit erleichtert wird, wenn wieder häufiger Gefiedertes in Wohngebieten erlaubt ist. Immerhin sei der Mitgliederschwund gestoppt worden.

Eindeutig positionierten sich die Tagungsteilnehmer gegen ein Verbandsklagerecht für Tierschutzorganisationen, das im Hessischen Landtag diskutiert wird, und gegen eine befürchtete Verschärfung von Tierschutzregeln.

Die Züchter wollten sich zur Selbstkontrolle verpflichten, sagte der Tierschutzbeauftragte des Verbandes, Dr. Horst Schmidt (Schwalmstadt). Überzüchtungen könne man so vermeiden. Die Diskussion hatte sich an einem – inzwischen laut Dr. Schmidt vom Hessischen Verwaltungsgerichtshof wieder aufgehobenen – Zuchtverbot für Haubenenten entzündet. Bei Fragen zu Haltung, Neuzüchtungen und Transport der Tiere könne er weiterhelfen, sagte Schmidt. (pdi) Fotos: Dilling

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