Dorfgemeinschaftshaus Wickenrode wird ausgebaut – Investition von 1,5 Mio. Euro

Platz für Jung und Alt

Keine Winterpause: Die Dachdecker erneuern zurzeit das Dach des Dorfgemeinschaftshauses in Wickenrode. Foto: Schindler

Helsa. Als Ministerpräsident Georg August Zinn 1954 das Dorfgemeinschaftshaus in Wickenrode einweihte, war es eines der Ersten seiner Art. Doch der damalige Vorzeigebau ist in die Jahre gekommen und muss dringend saniert werden. Das soll nun geschehen, für 1,5 Millionen Euro wird das öffentliche Gebäude an der Ringenkuhlerstraße 28 umfassend erneuert und erweitert. Nach der Eröffnung im Sommer 2012 soll es genügend Raum für vielfältige Aktivitäten von Jung und Alt bieten.

Die Dachdecker sind bereits am Werk. Sie dämmen das Dach und werden es neu decken. Aus Denkmalschutzgründen soll es in der heutigen Form erhalten bleiben. Anschließend wird das Gebäude selbst teilweise entkernt und mit neuen Fenstern ausgestattet. Im heutigen Saal im Obergeschoss werden die Jugendlichen einziehen. Auch Sitzungszimmer und ein Archivraum sind hier vorgesehen.

„Vier Veranstaltungen parallel sind kein Problem.“

Christoph Kiefer

Im Erdgeschoss wird neben einer Garderobe eine Aufwärmküche samt Theke und Buffet entstehen. Eine Produktionsküche ist nicht geplant. „Wir wollen der örtlichen Gastronomie keine Konkurrenz machen“, sagt Bürgermeister Tilo Küthe (SPD).

Auch ein Sanitätsraum und ein Behandlungszimmer werden in dem Altbau untergebracht. Hier wolle man einem Arzt die Möglichkeit zur Sprechstunde bieten, sagt das Gemeindeoberhaupt – „das ist eine Chance für uns“, denn im Dorf gebe es keinen niedergelassenen Arzt mehr.

Im Sommer soll dann mit dem Bau des Anbaus begonnen werden. In dem 33 Meter langen Gebäuderiegel wird der neue Saal entstehen. Der Anbau wird hinter den Altbau gesetzt. Die Anordnung war während der Planungsphase geändert worden; statt an der Westseite wird der Riegel jetzt an die Südseite des Altbaus gesetzt. Durch die große Fensterfront wird man so einen herrlichen Blick auf den Skihang haben. Ein weiterer Vorteil: Das Satteldach zeigt dann direkt nach Süden, auf dem Dach kann aus Sonne Wärme und Strom erzeugt werden.

Der multifunktionale Saal mit mobiler Bühne wird unterteilbar sein und bietet bestuhlt Platz für maximal 180 Menschen. Daneben werden Umkleiden und Sanitärräume für Veranstaltungen und Sportler untergebracht.

Im Souterrain entsteht der neue Schießstand für die Schützen. Sie können ihren Raum, den sie zum großen Teil in Eigenarbeit ausstatten wollen, unabhängig vom Dorfgemeinschaftshaus nutzen.

Multifunktional nutzbar soll der gesamte Gebäudekomplex sein. „Vier Veranstaltungen parallel sind kein Problem“, meint Christoph Kiefer vom Architektenbüro Müntinga und Puy (Bad Arolsen).

FINANZIERUNG

DIE NUTZER

Von Holger Schindler

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.