Martin Schulz (SPD), Fraktionschef im Europaparlament: Zukunft der EU wird in Kommunen entschieden

Politischer Aschermittwoch: Loblied auf „wahre Helden der Politik“

Wegzehrung für die Rückfahrt nach Straßburg: Die SPD-Bürgermeisterkandidaten Manfred Schaub (von links) und Martin Hühne, Europapolitiker Martin Schulz sowie Organisator Luigi Coppola mit Ahler Wurscht, Brot und Getränken im Korb. Foto: Jünemann

Baunatal / Schauenburg. In der Stadt oder Gemeinde werde die Zukunft Europas letztlich entschieden. Dort müsse mit Arbeitsplätzen für Wohlstand und mit einem sozialen Netz für Wohlfahrt der Menschen gesorgt, auch deren Sicherheit gewährleistet werden.

„Ihr seid die wahren Helden der Politik“, rief deshalb Martin Schulz, Vorsitzender der sozialistischen Fraktion im Straßburger Europaparlament, am Mittwochabend 350 Zuhörern in der Großenritter Kulturhalle zu. Dorthin hatte der SPD-Unterkreis Baunatal-Schauenburg zum närrisch geprägten politischen Aschermittwoch mit dem prominenten Gast geladen.

Schulz streichelte – teils sehr launig und mit der Lässigkeit des Rheinländers – die sozialdemokratische Seele und versuchte vor allem die ehrenamtlich Tätigen für den Endspurt des Wahlkampfs vor der Wahl am 27. März zu motivieren. Er beschwor das Grundprinzip „Einigkeit macht stark“. Und: Verantwortungsbewusstsein für sich und andere zu übernehmen, sei der beste Kitt in Zeiten, in denen „der innere Zusammenhalt der Gesellschaft zerbröselt“.

In der Kommune, so sagte Schulz, der immer wieder Applaus erhielt, könne man keine Probleme vertagen, keine Pannen vertuschen. Undichter Kanal, kaputte Straßenlampe – „das muss man jeden Tag organisieren“. So wie es Manfred Schaub in Baunatal tue, wie es Martin Hühne in Schauenburg hoffentlich bald tun werde: Die beiden Rathaus-Kandidaten der SPD bekamen von Schulz einiges an Lob und Vorschusslorbeeren.

Aus berufenem Munde: Der 55-Jährige war selbst elf Jahre Bürgermeister in Würselen bei Aachen. Natürlich fand auch die große Politik ihren Platz – Globalisierung, europäische Wirtschaftsnöte, Guttenberg-Rücktritt. Zur Krise in Libyen und anderen arabischen Staaten sagte der Politiker, eine Demokratisierung dort böte auch die Chance eines Sicherheitszugewinns in Europa.

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