Polizei berichtete über Sicherheitslage in Lohfelden  

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Gute Zusammenarbeit: Der 1. Polizeihauptkommissar Wilhelm Küllmer lobte die Kooperation mit der Gemeinde Lohfelden.

Lohfelden. „Lohfelden hat aus polizeilicher Sicht eine besondere geografische Lage, ist aber nicht Manhattan-Süd“, sagte Wilhelm Küllmer.

Angesichts der Besorgnis über die Serie von Sachbeschädigungen an Bushaltestellen im Sommer berichtete der Leiter des Polizeireviers Kassel-Ost der Gemeindevertretung über die Entwicklung der Straßenkriminalität in Lohfelden und stellte sich den Fragen der Parlamentarier.

Insgesamt sei die Zahl der hierunter erfassten Straftaten in Lohfelden auch durch vermehrte Kontrollen seiner Einsatzkräfte stark rückläufig, sagte der 1. Polizeihauptkommissar. Die Mitarbeit von freiwilligen Polizeihelfern habe Vorteile, aber auch durch sie könne man sinnlose Sachbeschädigungen nicht verhindern, sagte Wilhelm Küllmer.

Die Zusammenarbeit mit Bürgermeister Michael Reuter und der Gemeindeverwaltung bezeichnete der Revierleiter als „hervorragend“.

Die Polizei unterhalte feste Sprechzeiten an Schulen und setze auf Kooperation mit Jugendlichen, Eltern, Lehrern und der Schulsozialarbeit.

„Es ist im Übrigen unzutreffend, dass wir nichts tun“, sagte der Revierleiter. Alle bei Sachbeschädigungen ermittelten Personen seien den entsprechenden Gremien bekannt gemacht worden.

Wilhelm Küllmer berichtete, dass man an einer zerstörten Haltestelle DNA-Material sichern konnte, das jetzt vom Landeskriminalamt Wiesbaden ausgewertet werde.

Die Polizei setze im Personennahverkehr auch auf zivile Kontrollen. Auf Plätzen, wo sich Jugendliche in Lohfelden treffen, haben Polizeibeamte seit August mehr als 40 Mal kontrolliert. Küllmer warnte jedoch davor, Jugendliche zu stigmatisieren. Ihr Verhalten auch auf Fußballplätzen oder vor Diskotheken sei ohnehin nur ein Spiegelbild der Gesellschaft und zeige den Wandel zu eventorientiertem Verhalten.

Gemeindevertreter Karl-Heinz Fischer – früher selbst bei der Polizei – warb um Vertrauen in die Arbeit der Ordnungshüter. Fischer regte eine verstärkte Aufklärung und Einbeziehung der Bürger an. Durch deren Mitarbeit könne man „mehrere Tausend Polizeihelfer“ hinzugewinnen.

Revierleiter Wilhelm Küllmer beklagte die Zunahme von Delikten im Bereich des Lohfeldener Rüssels und die Häufung von Dieseldiebstählen im Landkreis, besonders auf Baustellen. Auch Wohnungs- und Hauseigentümer sollten gerade in dieser Jahreszeit nicht sorglos sein und prüfen, ob sie vor Einbrüchen ausreichend geschützt sind, sagte der Revierchef. (ppw)

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