Respekt, aber keine Angst

78 Polizeikommissar-Anwärter starteten ins Berufsleben

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Gespanntes Warten: Die Anwärter vor der Übergabe der Ernennungsurkunden.

Baunatal/Kassel. Respekt habe er schon vor dem Polizeidienst in Südhessen, sagt Jannik S. (23). „Aber man wächst an seiner Aufgabe. Und Angst habe ich auf keinen Fall." Ganz allgemein spricht der frisch gebackene Polizeikommissar aus Kassel von seinem Traumberuf.

78 Polizeikommissar-Anwärter wurden am Donnerstag in der Baunataler Stadthalle mit ihm ins Berufsleben entlassen.

Auch Nancy W. aus dem Brandenburgischen Jüterbog wollte schon lange Polizistin werden. „Und zwar seit ich denken kann“, sagt die 25-Jährige. „Entweder wollte ich zur Polizei oder zur Bundeswehr.“

Das Studium an der Hessischen Hochschule für Polizei, Verwaltung bildet angehende Beamte des gehobenen Polizeidienstes mit einem dreijährigen Bachelor-Studium aus. Vier Studiengruppen mit 20 Frauen und 58 Männern gehörten dem verabschiedeten Jahrgang an.

Die wichtigsten Fächer des Studiengangs sind Polizeiwissenschaften, Kriminalwissenschaften, Rechtswissenschaften, Sozialwissenschaften sowie Einsatztraining und Sport.

Mehrere Praktika

In mehreren Praktika auf Dienststellen der nordhessischen Polizei wurden die angehenden Polizeikommissare auf ihre Aufgaben vorbereitet. Natürlich gebe es auch schwierige Seiten in dem Beruf, räumt Jannik S. ein. „Das macht aber den Beruf für mich auch sehr interessant.“ Und Kollegin Nancy W. ergänzt: „Ich habe während des Studiums schon gemerkt, dass es nicht ganz so einfach ist.“ Dennoch: Die Ausbildungszeit in Kassel sei schneller rumgegangen als zuvor angenommen.

Peter Huth, Vizepräsident der Hessischen Polizeiakademie, verwies auf die hohen Anforderungen, die an die Studierenden gestellt werden. Viel pauken, viele Prüfungen, viel Stress und auch Entbehrungen kennzeichneten die Zeit an der Fachhochschule.

Huth riet den Absolventen in ihren künftigen Dienststellen durchaus ein eigenes Profil zu entwickeln. Was alles während der drei Jahre gelernt, geübt und geprüft wurde, das sahen die Polizeikommissare noch einmal auf Fotos auf einer großen Leinwand in der Baunataler Stadthalle. Dazu spielten und sangen Nicole Jukic und Christian Christe von Sänger Bosse „Schönste Zeit“.

Von Sven Kühling

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