In Polizeirevier an Spritze verletzt

In Polizeirevier an Spritze verletzt: Junge vermutlich nicht infiziert

Entwarnung: Der Junge, der sich an einer Spritze verletzt hatte, wurde offenbar nicht infiziert. Foto: Archiv

Kaufungen/Kassel. Der vierjährige Junge aus Kaufungen, der sich Mitte Juni auf dem Polizeirevier Kassel-Ost an einer gebrauchten Einwegspritze verletzt hatte, scheint sich dabei nicht mit einer ernsthaften Krankheit infiziert zu haben.

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Das teilte Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch auf Nachfrage mit. „Der Junge ist wohlauf. Alle Untersuchungen sind bisher negativ verlaufen“, sagte Jungnitsch. Es gebe keinerlei Anzeichen für eine Infektion. Das Kind werde aber – in enger Absprache und Zusammenarbeit mit der Familie – weiter medizinisch überwacht. Zu dem Vorfall war es gekommen, als die Eltern des Kindes auf dem Revier Anzeige wegen eines Verkehrsdelikts erstatten wollten. Im Vernehmungszimmer hatte der Beamte dem Vierjährigen und seinem zweijährigen Bruder Spielsachen gegeben, die in einem Regal verstaut waren.

Dort befand sich auch ein Behälter mit benutzten Einwegspritzen; die Spritzen dienen der Blutabnahme zur Beweissicherung bei Verkehrs- und Drogendelikten.

In einem unbeobachteten Moment fasste der Vierjährige in den nur lose verschlossenen Eimer und stach sich an einer Kanüle. Die Eltern fürchteten, dass sich ihr Sohn mit einer schweren Infektionskrankheit wie Aids oder Hepatitis infiziert haben könnte. Dies scheint aber nach bisherigem Stand nicht der Fall zu sein. (hog)

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