"Haben nicht überreagiert"

HNA-Interview: Polizeisprecher Jörg Künstler äußert sich zur Suchaktion im Stiftswald

HNA-Interview: Polizeisprecher Jörg Künstler spricht über die Suchaktion im Stiftswald.

Helsa/Kaufungen. Über 50 Polizisten und Feuerwehrleute sowie Rettungshundestaffeln, Taucher und ein Hubschrauber haben am Freitag im Stiftswald nach einem 42-jährigen Mann aus Hessisch Lichtenau gesucht. Über den Fall sprach Peter Ketteritzsch mit Jörg Künstler, Sprecher der Polizeidirektion Werra-Meißner.

Der vermisste Mann kehrte am Samstagvormittag wohlbehalten zu seiner Frau zurück.

Herr Künstler, muss der 42-Jährige jetzt den Einsatz bezahlen?

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Jörg Künstler: Seitens der Polizei wird geprüft, ob Kosten geltend gemacht werden können. Anders als beim Vortäuschen einer Straftat und beim Missbrauch des Notrufs, wo die Sache klar ist, kann man diese Frage im konkreten Fall nicht so einfach beantworten. So muss beispielsweise geprüft werden, ob Gefahr für Leib und Leben des Vermissten bestand.

Nach welchen Kriterien wird entschieden, ob eine Suchaktion gestartet wird?

Künstler: Wenn Kinder vermisst werden, beginnen wir zeitnah mit der Suche. Gleiches gilt, wenn anzunehmen ist, dass bei Erwachsenen Gefahr für Leib und Leben besteht. Beispiele dafür sind Kranke, ältere Menschen und Personen, die sich nicht orientieren können. Mit wie vielen Kräften und mit welchen Hilfsmitteln, beispielsweise Hunden und Hubschraubern, gesucht wird, hängt vom Einzelfall ab.

Glauben Sie, dass der Mann im Wald unterwegs war?

Künstler:

Nach seinen Angaben war der Gesuchte im Kaufunger Wald und in der Söhre unterwegs.

Hat die Polizei im vorliegenden Fall überreagiert?

Künstler: Nein.

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