Beamte des Reviers Nord erfahren an Festtagen vermehrt von Nöten der Menschen

Polizisten als Seelsorger

Harmonisches Miteinander im Team: Auch an Weihnachten verrichten von links Klaus Wiesner (vorn links), Adrian Niewienda (hinten von links), Jana Hoppmann, Martin Ahne, Tino Stelter, Olaf Peine und Bernd Seitz ihren Dienst gern. Sehr zur Freude des stellvertretenden Dienststellenleiters Dieter Rost (4. von links). Foto: Sommerlade

Vellmar. An Weihnachten zu arbeiten, ist für Martin Ahne nichts Besonderes. „Daran gewöhnt man sich in unserem Beruf“, sagt der stellvertretende Dienstgruppenleiter des Polizeireviers Nord. Der 46-Jährige ist mit Leib und Seele Polizist.

„Auch wenn ich an den Weihnachtsfeiertagen lieber mit meiner Familie zusammen wäre, verrichte ich meinen Dienst gern.“ Aus seiner langjährigen Berufserfahrung weiß er, dass gerade an den Festtagen viel Fingerspitzengefühl bei den Einsätzen gefragt ist.

Streit in Familien

Nicht überall herrsche nur friedvolle Weihnachtsstimmung. „In dieser Zeit gibt es vermehrt Einsätze bei Familienstreitigkeiten oder Menschen mit Suizidgedanken“, weiß der zweifache Familienvater.

„Da sind wir mitunter auch als Seelsorger unterwegs und hören uns die Ängste und Nöte an. Für viele Menschen wird man dann nicht nur als Polizeibeamter gesehen, sondern als Mensch, der einfach nur zuhört und Lösungswege aufzeigt.“

„Egal, in welcher Stadt man arbeitet. Die Probleme in der Weihnachtszeit sind eigentlich überall gleich.“

Adrian Niewienda, Polizist

Dies bestätigt auch Ahnes Kollege Adrian Niewienda, der seit August im Polizeirevier Nord beschäftigt ist. Vorher hatte der 31-Jährige acht Jahre lang in Frankfurt gearbeitet. „Egal, in welcher Stadt man arbeitet. Die Probleme in der Weihnachtszeit sind eigentlich überall gleich“, so der Polizeibeamte.

Dennoch: Trotz aller Erfahrungswerte lässt sich natürlich nie voraussagen, was genau auf die diensthabenden Beamten an den Feiertagen zukommt.

„Da kann die ganze Palette abgedeckt werden, von Unfällen im Straßenverkehr über Prügeleien bis hin zu Straftaten. Es kann aber auch ganz ruhig werden“, so Niewienda.

Gemeinsames Essen

Für diesen Fall haben die pro Schicht mindestens sieben eingesetzten Beamten des Polizeireviers Nord auch vorgesorgt. „Dann begehen wir die Feiertage auf der Wache ganz besinnlich.“

Dazu gehören dann ein gemeinsames Essen und ein Beisammensein in gemütlicher Runde, erklärt Ahne. Selbstverständlich nur so lange, bis der nächste Einsatz ruft. „Wir sind ein eingespieltes Team und sind stets sofort einsatzbereit.“

Über die gute Zusammenarbeit im Team freuen sich auch Dienststellenleiter Thomas Thiel und sein Stellvertreter Dieter Rost.

„Den Einsatz an den Feiertagen versüßen wir den Kollegen regelmäßig mit weihnachtlichen Leckereien, die wir am Heiligen Abend in der Dienststelle überreichen.“

Von Martina Sommerlade

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