Postagentur war verwaist

Kaufungen. Kunden der Postagentur im Kaufunger Rathaus waren erstaunt und verärgert: Während der Öffnungszeit war der Tresen unlängst für rund eine Stunde verwaist.

Der Grund: Der für die Postdienstleistungen zuständige Mitarbeiter der Gemeinde war als Feuerwehrmann zu einem Einsatz ausgerückt. Über den Vorfall sprach HNA-Redakteur Peter Ketteritzsch mit Hauptamtsleiter Carsten Marth.

Herr Marth, ist die Post in Oberkaufungen künftig immer zu, wenn die Feuerwehr einen Einsatz hat?

Carsten Marth: Nein, natürlich nicht. Das war eine Panne, die einfach nicht hätte passieren dürfen.

Wie verhindern Sie künftig, dass Kunden der Postagentur unverrichteter Dinge wieder abziehen müssen?

Marth: Es gibt verwaltungsintern längst eine Regelung, die in diesem Fall leider nicht eingehalten worden ist. Sie lautet: Wenn der Mitarbeiter, der sich in der freiwilligen Feuerwehr engagiert, einen Einsatz hat, dann muss Personal aus dem Rathaus nachrücken. Die Postagentur muss immer besetzt sein. Es gibt Mitarbeiter, die in den Betrieb der Postagentur eingewiesen sind.

Muss jemand, der in einem so wichtigen Bereich wie der Postagentur arbeitet, wirklich bei jedem Feuerwehreinsatz mit ausrücken?

Marth: Nein, sicher nicht bei jedem Einsatz, sondern nur bei den wichtigeren. So wird das aber auch gehandhabt. Wegen einer Ölspur muss der Mitarbeiter der Postagentur nicht unbedingt ausrücken. Archivfoto:  Wohlgehagen

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