Schüler der WLS sind von Gasversorger für Projekt ausgezeichnet worden

Prämie für Energie-Küche

Erfolg am Kochtopf: Schulleiterin Ana Viehmann (links vorn), Angela Grether (GVS, vordere Reihe, Fünfte von links), Ralf Franke vom Staatlichen Schulamt (dahinter) und Erster Beigeordneter Werner Nicolaus (rechts) gratulierten Sarah Henne (Mitte) und ihren Schülern. Foto: Dilling

Niestetal. Wer der Energiewende zum Erfolg verhelfen will, der sollte auch darauf achten, welche Lebensmittel er einkauft und wie er sie zubereitet. Denn auch die Herstellung und der Transport unserer Nahrung sowie das Kochen selbst verbrauchen jede Menge Energie.

Das haben Neuntklässler des Wahlpflicht-Kurses Energie der Wilhelm-Leuschner-Schule in einem Projekt herausgefunden. Die Arbeit der Schüler ist nun von der Gasversorgung Süddeutschland, einem großen Energieversorger aus Stuttgart, mit einem Preisgeld von 1000 Euro während einer Feierstunde in der Niestetaler Gesamtschule prämiert worden. Angela Grether von der Gasversorgung überreichte den Preis der Mathematik- und Physiklehrerin Sarah Maria Henne, die an der WLS auch Fachkoordinatorin ist.

Die Schüler hatten für die Zubereitung verschiedener Menüs auf regionale Produkte, die nur kurze Transportwege hinter sich haben, zurückgegriffen und auf kleiner – energiesparender – Flamme gegart. Allerdings seien nicht alle Zutaten aus der Region erhältlich gewesen, berichtete ein Schüler. Die Sahne, die sie verwendeten, wurde in Italien hergestellt. Die Gemeinde sei darauf angewiesen, dass das Energiesparen auch an der Schule thematisiert werde, sagte Erster Beigeordneter Werner Nicolaus. Die junge Generation müsse mithelfen, das selbst gesteckte Ziel eines klimaneutralen Niestetals bis 2035 zu erreichen.

Seit 1999 Umweltschule

Die Herstellung, Transport und Zubereitung von Essen verbrauche fünf Prozent des gesamten Energieverbrauchs in der Kommune. Schulleiterin Ana Viehmann wies darauf hin, dass die WLS seit 1999 ohne Unterbrechung das Zertifikat Umweltschule besitze. Das solle auch so bleiben.

Ihr Unternehmen lobe den Wettbewerb Energie für Bildung nicht uneigennützig aus, sagte Grether. Die Gasversorgung Süddeutschland leide bei den technischen Berufen unter Nachwuchsmangel. Vor allem wolle man mit dem Wettbewerb mehr Mädchen für die mathematisch-naturwissenschaftlichen Berufe begeistern. (pdi)

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