Stadt zeichnet Gewinner des Blumenschmuckwettbewerbs aus

Gehegt und gepflegt: Die Teilnehmer des Blumenschmuckwettbewerbs haben viel Zeit und Mühe in ihre Gärten gesteckt. Das beweist auch dieser Heidegarten in Vellmar, deren Besitzer sich ebenfalls beworben hatten. Foto: Habermann/nh

Vellmar. Es ist schon ungerecht: Während sich so mancher Gartenbesitzer sehnlichst wenigstens einen grünen Daumen wünscht, besitzen sie gleich zehn grüne Finger.

Die 83 Teilnehmer des Blumenschmuckwettbewerbs der Stadt Vellmar haben erneut bewiesen, dass nahezu alles, was sie in ihrem Garten sowie auf dem Balkon gesät, gepflanzt, gedüngt, gehegt und gepflegt haben, prächtig gedeiht. Die Besitzer der schönsten Vorgärten, Balkone, Fassadenbegrünungen, Stein- und unter anderem Heidegärten, die sich zu dem Wettbewerb gemeldet hatten, wurden am Donnerstagabend im Bürgerhaus Vellmar-West von Bürgermeister Dirk Stochla und Jan Bischoff von der Stadt Vellmar ausgezeichnet.

„Der 23. Blumenschmuckwettbewerb war qualitativ ein voller Erfolg für das Stadtbild“, betonte Landschaftsarchitekt Hans-Friedrich Werner. Das Grün einer Stadt sei für viele ein wichtiges Kriterium bei der Wohnortwahl. „Daher geht es hier eigentlich weniger um einen Wettbewerb, sondern vielmehr um den Anreiz, auf privater Ebene zum Image Ihrer Stadt beizutragen“, so der Experte.

Im Kleinbus unterwegs

Werner bildete den Kopf der Jury, bestehend aus Irmgard Heidenreich, Margot Ullrich und Norbert Röhre vom Gartenbauverein Niedervellmar sowie Gudrun Bärwolf, Dieter Döring und Bernd Beier vom Obst- und Gartenbauverein Obervellmar. Gemeinsam mit Fotograf Peter Habermann war das Gremium in einem Kleinbus zunächst im März in Vellmar unterwegs gewesen, um verschiedene Stein- und Heidegärten zu bewerten. Im August gingen die Jurymitglieder erneut auf Tour und nahmen unter anderem die üppig blühenden Vorgärten, Balkonbepflanzungen sowie Fassaden der Einfamilien- aber auch Mehrfamilienhäuser unter die Lupe.

Der Anblick, der sich den Juroren dabei geboten hatte, wurde dem Publikum im Bürgerhaus am Donnerstagabend farbenfroh vor Augen geführt: Peter Habermann und Otto Ritter hatten eine Fotoschau zusammengestellt, die einen Eindruck der prämierten Prachtgärten und -balkone vermitteln sollte. Ein atemberaubender Teppich aus Heidekraut am Turnerweg, knallige Sonneblumen im Eingangsbereich an der Kieler Straße, weiß-roter Balkonschmuck an den Mehrfamilienhäusern am Mühlenweg, dazwischen grüne Funkien, filigrane Fuchsien, edle Rosen: Die vielfältigen Beispiele zeigten, wie viel Zeit und Arbeit die Garten- und Blumenfreunde in ihr Hobby investiert hatten.

Der Aufwand hat sich gelohnt: Als Schirmherr des Wettbewerbs bedankte sich Dirk Stochla bei den Bewerbern für ihr Bemühen, auch die Stadt Vellmar noch freundlicher zu gestalten. Sein besonderer Dank galt den langjährigen Jury-Mitgliedern Margot Ullrich und Irmgard Heidenreich, die ihre Ämter auf eigenen Wunsch niederlegen. Als Nachfolger hat der Gartenbauverein Niedervellmar Eberhard Walther und Manfred Stieglitz bestimmt.

Von Sarah Rogge-Richter

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