Erstes Domizil des Baunataler Kulturvereins wird Plattform für Malerei und Literatur

Prima Klima für die Kunst

Sie stoßen auf die Kunstetage an: Rosemarie Stahlberg, Ute Apel, Renate Stietz, Antonio Justo, Monika Jahr und Heidrun Katzenberger (von links) gehören zu den Aktivsten des Kunstvereins. Foto: Dilling

Baunatal. Als Sportstadt zeigt Baunatal seit langem Flagge. Das Potential von Kunst und Kultur in der Stadt blühte dagegen bisher häufig im Verborgenen. Das ändert sich nun: Der vor drei Jahren gegründete Kunst- und Kulturverein hat eine geräumige Wohnung an der Altenritter Straße 45 nahe dem Baunsberg-Sportplatz bezogen, die zum Dreh- und Angelpunkt für die Stadt im Kultur- und Bildungssektor werden soll.

Die von der Stadt renovierten und von Vereinsmitgliedern in drei Monaten harter Arbeit geschmackvoll eingerichtete, sogenannte Kunstetage wurde nun mit vielen geladenen Festgästen eingeweiht. Am morgigen Sonntag, 23. November, steht die Kunstetage ab 12 Uhr für alle offen: Die Künstler werden bei Kaffee und Kuchen durch die Räume führen und ihre Projekte erläutern.

Über 20 Mitglieder

Der Verein zählt momentan etwas über 20 Künstlerinnen und Künstler, die in den vergangenen Jahren mehrmals in der Baunataler City ihre Werke der Öffentlichkeit vorgestellt haben. Was fehlte, waren eigene Räume. Für die Überlassung einer städtischen Wohnung hatte sich Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) stark gemacht. Er ist auch Gründungsmitglied des Vereins. Dessen Mitglieder zahlen dem Vernehmen nach eine Miete, erhalten dafür aber einen Zuschuss in annähernd gleicher Höhe. Sie müssen außerdem die Betriebs- und Reinigungskosten für die Kunstetage tragen.

Für den Zuschuss erwartet die Stadt eine Gegenleistung. Das machte Schaub bei der Einweihung der Kunstetage, die einen Werkraum, ein Atelier, eine kleine Küche und ein Büro beherbergt, deutlich: „Wir wollen, dass sie nach draußen gehen“, sagte der Verwaltungschef. Er erwarte, dass der Verein ein Netzwerk mit anderen Vereinen und Einrichtungen in Baunatal bilde und seine Kreativität einbringe. Damit hat der Verein schon begonnen.

Schreibprojekt in Arbeit

„Wir wollen ein gutes Klima für die Kunst schaffen“, sagte die Vorsitzende Renate Stietz. Ein Schreibprojekt mit 40 Kindern aus Baunataler Grundschulen steht vor dem Abschluss. Die Volkshochschule wird im Februar oder März eine Schreibwerkstatt in der Kunstetage starten. Weitere Ideen gibt es viele.

Antonio Justo, der Schatzmeister, möchte gern Kinder Interviews mit älteren Baunatalern führen lassen,deren Lebensgeschichten dokumentieren und als Buch veröffentlichen. Das sei aber noch eine Vision, sagt Justo. Zunächst müsse der Verein auf eine breitere Basis gestellt werden, erklärte Ute Apel, die Schriftführerin.

Es müssen neue Mitglieder und Sponsoren geworben werden, um die finanzielle Grundlage für neue Projekte zu schaffen.

Von Peter Dilling

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