Landrat zieht positive Bilanz zu Dorferneuerung 2010 – Auch Simmershausen dabei

Mit 40 privaten Projekten

Kleineres Projekt in Simmershausen: Den Auftakt der Dorferneuerung machte mit knapp 20 000 Euro die Erweiterung der Schmiede. Archivfotos: Schraer

Kreis Kassel. Die Kassen von Städten und Gemeinden sind leer, umso wichtiger ist da der Beitrag, den Förderprogramme leisten. Eine Bilanz der Dorferneuerung und Regionalentwicklung im Landkreis Kassel zog Landrat Uwe Schmidt bei einem Besuch in Naumburg.

Erfolgreiches Jahr

„2010 war erneut ein erfolgreiches Jahr für Dorferneuerung und Regionalentwicklung“, betonte Schmidt. Förderbescheide in Höhe von etwas mehr als 1,25 Millionen Euro wurden im vergangenen Jahr übergeben. Ein Großteil des Geldes, 503 300 Euro, floss nach Schmidts Angaben in insgesamt 23 öffentliche Dorferneuerungsmaßnahmen im Landkreis. Mit genau 385 677 Euro wurden im vergangenen Jahr 40 private Projekte im Bereich der Dorferneuerung unterstützt. 363 820 Euro erhielten 15 Regionalentwicklungsprojekte von privaten und öffentlichen Trägern.

Im öffentlichen Bereich wurde beispielsweise der Dorfplatz in Fuldabrück-Dörnhagen mit 120 000 Euro gefördert. Ohne Zuschüsse wären diese Projekte nicht realisierbar gewesen.

Auch Simmershausen profitiert vom Programm. Seit 2008 dabei, fließen bis 2016 670 000 Euro in den Fuldataler Ortsteil. Der größte Brocken ist dabei das Haus der Vereine, das zum Haus der Begegnung umgebaut werden soll. Allein dieses Projekt verschlingt mit 535 000 Euro den Löwenanteil der Fördersumme. Davon sind für die Außenanlage mit Mehrgenerationenspielplatz 120 000 Euro veranschlagt.

Schon abgearbeitet wurde in Simmershausen das kleinere Projekt „Historische Schmiede“. Für knapp 20 000 Euro bekam sie einen Anbau, der als Geräteschuppen dient, sowie einen Stromanschluss.

Schwerpunkt Tourismus

Auch für die Regionalentwicklung sei das vergangene Jahr gut gelaufen, erläuterte der Landrat weiter. Hier liege der Schwerpunkt eindeutig im Bereich des Tourismus, erklärte Regionalmanagerin Ute Raband vom Verein Region Kassel-Land. Das größte Projekt dabei: der Premiumwanderweg Habichtswaldsteig mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 318 000 Euro.

„Wir werden von Seiten des Landes gut unterstützt“, sagte Landrat Schmidt, es könnten noch wesentlich mehr Projekte gefördert werden. Das Problem: Eine Förderung durch das Land Hessen oder die EU setzt immer eine entsprechende finanzielle Beteiligung von Kommune oder privatem Investor voraus. Und am Eigenkapital fehle es den Kommunen. (nom/swe)

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