Schulsozialarbeit klärte THS-Schüler bei Aktionstag über Gefahren des Internets auf

Privates lieber verbergen

Sicher im Internet unterwegs: Dennis Harcenko (12, von links), Simon Haupt (12) und Philipp Janzow (13) lernten im Projekt, ihre Privatsphäre in sozialen Netzwerken zu schützen. Foto: Dilling

Baunatal. Mit seiner besten Freundin habe er sich auch schon mal im Internet gestritten, bekennt Dennis Harcenko. Doch die Kabbelei im weltweiten Netz bekam außer den beiden keiner mit. Denn Dennis hat sein Persönlichkeitsprofil und seine Privatsphäre durch entsprechende Sicherheitseinstellungen auf der sozialen Plattform Facebook geschützt. Seine große Schwester habe ihm dazu geraten, sagt der Schüler der Baunataler Theodor-Heuss-Schule.

Wie wichtig der Schutz der Privatsphäre im Internet ist, wissen längst nicht alle Schüler. Deshalb haben Schulsozialarbeiter Achim Föth und Thomas Gudella vom Jugendbildungswerk Baunatal jüngst einen Aktionstag an der THS veranstaltet, um auf die Gefahren im Netz hinzuweisen. Kinder seien beim Surfen im Netz „häufig auf sich selbst gestellt“, sagt Föth.

Probleme mache nicht nur die allzu sorglose Preisgabe von persönlichen Daten und Bildern im Netz. „Beleidigungen und Missverständnisse beim Chat sind etwas Alltägliches“, berichtet der Schulsozialarbeiter.

Streitereien aus der Schule würden manchmal am Computer zu Hause fortgesetzt. Bekommt Föth das mit, bringt er die Kontrahenten in der Schule an einen Tisch.

Bei der Diskussion der Siebtklässler stellte sich heraus, dass die Internetplattform Youtube neben Facebook zu den beliebtesten Orten der Schüler im Netz gehört, während die elektronische Bibliothek Wikipedia eher selten genannt wird. Auch Youtube birgt Gefahren, etwa wenn die Kinder illegal Musiktitel auf ihren Computer herunterladen.

Demnächst will Föth die Eltern zu einem Informationsabend einladen. (pdi)

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