Tageseinsatzgruppe der Vellmarer Feuerwehr bildete sich bei Übung fort

Probe für den Ernstfall

Simulierter Unfall: Den Ernstfall probte die Tageseinsatzgruppe der Vellmarer Wehr bei einem Unfall mit eingeklemmten Personen. Foto: Feuerwehr Vellmar/nh

Vellmar. Montag, 13 Uhr: Einsatz für die Feuerwehr Vellmar. Schwerer Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen auf der Brüder-Grimm-Straße. Die Einsatzkräfte erreichen nach der Alarmierung die Feuerwache und besetzen umgehend die Fahrzeuge, um zu der Einsatzstelle auszurücken. Diesen Ernstfall simulierte jetzt die Tageseinsatzgruppe der Feuerwehr Vellmar.

Unterstützt wird die Einsatzabteilung dabei tagsüber durch Mitarbeiter des städtischen Bauhofes.

Ein gewohntes Bild, da der größte Teil der Mitglieder der Feuerwehr berufstätig ist und tagsüber seiner geregelten Arbeit nachgeht. Nur wenige arbeiten in Vellmar und können somit tagsüber zu den Einsätzen erscheinen.

Um eine 24-stündige Einsatzbereitschaft gewährleisten zu können, hat ein Großteil der Mitarbeiter des Bauhofes eine Feuerwehrgrundausbildung erhalten und kann somit tagsüber die Feuerwehr bei Einsätzen als sogenannte Tageseinsatzgruppe unterstützen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Dazu gehört natürlich auch eine umfassende und regelmäßige Aus- und Fortbildung. „Denn bei Verkehrsunfällen werden die Feuerwehren durch die vielen Neuerungen und Veränderungen im Fahrzeugbau vor immer neue Herausforderungen gestellt“, erläuterte Vellmars Stadtbrandinspektor Wolfhard Eidenmüller. Besonders hochfester Stahl, aber auch alternative Antriebssysteme bereiten den Feuerwehren oftmals Probleme beim Einsatz ihrer Geräte.

Um diese Probleme anzugehen, fand vor Kurzem der Ausbildungsdienst „Technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen“ für die Tageseinsatzgruppe statt. Eine Übung zu den entsprechenden Rettungstechniken wurde nach einer theoretischen Einweisung in zwei Gruppen absolviert.

Simuliert wurde ein Verkehrsunfall mit zwei Autos, deren Fahrzeugtüren aufgrund starker Deformationen nicht zu öffnen waren. Im Vordergrund stand der Umgang mit den diversen Geräten, insbesondere mit Schneid- und Spreizgeräten. Schneid- und Spreizpunkte müssen laut Eidenmüller sorgfältig gewählt werden, um einen schnellstmöglichen Einsatzerfolg gewährleisten zu können.

In diesem Fall wurden mit Spezialwerkzeugen Front- und Seitenscheiben entfernt. Dies dient neben der Erstversorgung des Unfallopfers als Vorbereitung dazu, um das Dach entfernen zu können. Um sich einen Überblick über mögliche Einklemmungen im Fuß- und Beinbereich zu verschaffen, wurden dann die Fahrer- und Beifahrertür entfernt und danach das Dach abgenommen. Schließlich wurden weitere Einsatzmöglichkeiten besprochen und ausprobiert, bis es am Ende die Einsatzbesprechung gab.

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