Problem für Pferdebesitzer: Stroh und Heu wird knapp

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Heu ist teurer geworden: Anne Sophie von Kiekebusch füttert ihr Pferd Hillary, das auf dem Grebenhof in Pension ist.

Baunatal/Schauenburg. Viele Pferdebesitzer müssen für ihr Hobby tiefer in die Tasche greifen: Die Preise für Heu und Stroh sind dieses Jahr gewaltig gestiegen, wenn man überhaupt noch etwas bekommt.

Schuld sind die Unbilden des Wetters, der wachsende Anbau von Mais und eine stärkere Nachfrage nach Streu und getrockneten Gräsern.

Frank Kauffeld vom Grebenhof in Großenritte ist eigentlich Selbstversorger mit eigenen Flächen in Sachen Stroh und Heu. Doch das Stroh geht ihm jetzt aus. „Ich bin auf der Suche nach Stroh. Es reicht nur noch 14 Tage“, sagt er. Der Zukauf wird ein teurer Spaß. Er rechnet mit 14 Euro für den Doppelzentner, vor zwei Jahren seien die noch für zehn Euro zu haben gewesen.

Kauffeld hat auf dem Hof 50 Pensionspferde untergebracht. Er habe von Kollegen gehört, die noch schlimmer dran seien. Denen fehle nicht nur Stroh sondern auch Heu. „Es herrscht eine allgemeine Knappheit“, sagt Kauffeld. Das getrocknete Grasfutter hat ebenfalls heftig im Preis angezogen. Bis zu 25 Euro kostet es pro Doppelzentner, vor zwei Jahren zahlte man fast die Hälfte weniger.

 Heidi Zimmer, Vorsitzende des Reitvereins Elmshagen, hat schon von Reitern gehört, die Stroh und Heu aus Polen holen. Das sei aber sehr riskant, wegen der oft schlechteren Qualität. Im Verein versucht man, Stroh zu sparen, indem man auch Liegematten für die Pferde auslegt oder Sägespäne streut.

Die Gründe für Preisanstieg und Knappheit sind vielfältig. Das Strohangebot ist abhängig von der Menge des gedroschenen Getreides. Der Anbau des Sommergetreides habe aber schon letztes Jahr unter einem zu trockenen Frühling und zu nassen Sommer gelitten, sagt Erich Schaumburg, Vorsitzender des Kreisbauernverbands.

Von Peter Dilling

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