Problemloser Zensus: Nur 70 Verweigerer

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Nadine Koch

Kreis Kassel. Die aktuelle Volkszählung, der Zensus 2011, ist mit Ende des Monat Mai für die Erhebungsstelle im Landkreis Kassel endgültig beendet worden. Probleme mit Verweigerern, die ihre Daten weder den Interviewern persönlich geben noch die Fragen auf dem Postwege beantworten wollten, hat es kaum gegeben.

33.000 Personen im Landkreis waren für die Haushaltsstichprobe ausgewählt worden, das waren 14,2 Prozent der Bewohner. „Wir mussten 330 Androhungen von Zwangsgeld aussprechen an diejenigen, die nicht geantwortet hatten“, sagt Nadine Koch, Zensusbeauftragte des Landkreises. Davon sind jetzt noch 70 Personen übrig geblieben, die sich verweigern. Das Zwangsgeld beträgt 300 Euro.

70 Verweigerer von über 33.000 Befragten – das ist ein verschwindend geringer Prozentsatz von 0,21 Prozent. Ein Vergleich mit der Volkszählung im Jahr 1987, als eine Welle der Verweigerung durchs Land lief, verbiete sich, sagt Koch: Damals sollten alle ihre Daten abliefern.

Neben der Haushaltsstichprobe gab es die Gebäude- und Wohnungszählung: Alle Haus- und Wohnungseigentümer erhielten per Post Fragebögen, die sie ausfüllen mussten. An 2400 Anschriften konnten die Bescheide nicht zugestellt werden. „Da gab es Beschwerden, weil die seit zehn Jahren verstorbene Mutter Post erhalten hat“, berichtet Nadine Koch.

Befragung problemlos

Doch es sei ja Sinn und Zweck des Zensus gewesen, die Melderegister mit dem tatsächlichen Verhältnissen abzugleichen, sie zu bereinigen. Auch könne man aufgrund der Zählung die genaue Einwohnerzahl besser feststellen.

Insgesamt sind die Befragungen ohne Probleme gelaufen.

Die Rückmeldung der 346 Interviewer sei durchweg hervorragend gewesen, resümiert die Zensusbeauftragte. Meistens seien die Interviewer freundlich aufgenommen worden.

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