Hybridantrieb für Audi

VW: Produktion für Elektromotoren soll in Baunatal ausgeweitet werden

Nach der Betriebsversammlung: Mitarbeiter kommen aus der Halle 2 des Baunataler VW-Werkes und gehen wieder an ihren Arbeitsplatz. 4500 Beschäftigte nahmen an der Versammlung teil. Foto: Kühling

Baunatal. Neben dem Fertigungsstart für mehrere neue Direktschaltgetriebe soll im VW-Werk Kassel in Baunatal auch die Produktion für Elektromotoren ausgeweitet werden.

Das berichtete Betriebsrat Christian Wetekam im Anschluss an die Betriebsversammlung im Werk.

Geplant ist der Aufbau einer Produktionslinie mit Hybridantrieben für Audi-Modelle mit Längsgetrieben. Denkbar, so Wetekam, sei der Einsatz des Hybrids in den Modellen A 4, A 5 und A 6. Der Aufbau beginne bereits im kommenden Jahr, starten soll die Fertigung 2018. Bisher gibt es E-Motoren und einen Hybrid-Antrieb lediglich für Autos mit querliegendem Getriebe – den Golf und den Up von Volkswagen sowie den Audi A 3 E-Tron.

Unter der Rekordmarke

Während VW in Baunatal nach Einschätzung des Betriebsrates in diesem Jahr knapp unter der 2014 aufgestellten Rekordmarke von 4 Millionen produzierten Getrieben bleiben werde, rechne man ab 2017 wieder mit einem deutlichen Anstieg der Absatzzahlen.

„Ab Mitte 2016 wird mit dem DQ 381 ein weiteres modernes Direktschaltgetriebe bei uns anlaufen und das DQ 250 ersetzen. Ab 2018 werden wir täglich mindestens 3000 DQ381 herstellen“, erläuterte Betriebsratschef Carsten Bätzold. Weil die Getriebeproduktion in der modernen Halle 6 jetzt schon aus allen Nähten platzt, soll die Halle 1 für die Erweiterung des Getriebebaus modernisiert werden. Die Halle ist die älteste am gesamten Standort, sie stammt aus dem Jahr 1959.

Seit 2014 ist das Werk trotz aller Erweiterungspläne zum Sparen verdonnert. Werkleiter Falko Rudolph hatte kürzlich angekündigt, im Rahmen des Effizienprogramms „Future Tracks“ am Standort 160 Millionen Euro einsparen zu wollen.

Nach Angaben des Betriebsrates sind 2300 Vorschläge für eine effizientere Produktion gesammelt worden. 39 Prozent dieser Ideen seien bereits frei gegeben und somit auf den Weg gebracht worden, erläuterte Carsten Bätzold. Als Beispiel nannte er die Einschränkung der Feiertagsarbeit, für die der Konzern Sonderzuschläge zahlen muss. „Dadurch allein können 2,5 Millionen Euro eingespart werden.“

Lesen Sie auch:

-  VW-Werk in Baunatal übernimmt 120 Leiharbeiter

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.