Landkreis weist Vorwürfe zurück

Bericht des Kultusministeriums sieht Gefahren an Baunataler Grimm-Schule

Baunatal. Die Glasbausteinwände in den Treppenhäusern der Brüder-Grimm-Schule in Rengershausen bieten ein Gefahrenpotenzial. Das sieht zumindest ein Inspektionsteam für Schulen des hessichen Kultusministeriums so.

In seinem Prüfbericht aus dem Jahr 2011 schreibt das Ministerium sogar von Explosionsgefahr, wenn die Glasbausteine beschädigt würden.

Doch herumfliegende Scherben durch möglicherweise kaputte Glaselemente sind nicht der einzige Mangel, den das Inspektionsteam im Februar 2011 in den Bericht über die Baunataler Grundschule aufnahm. Insbesondere stellte das Team Mängel am aus den 60er-Jahren stammenden Pausengang fest. „Der überdachte Pausengang ist an vielen Stellen kaputt. Undichte Stellen führten zu einer Gefährdung durch herabhängende beziehungsweise herabfallende Holz- und Metallteile“, heißt es in dem Papier, das der HNA vorliegt.

Auch im Kreistag war der schlechte Zustand der Grundschule jetzt Thema. Lasse Becker von der FDP-Fraktion nahm den Bericht des Kultusministeriums zum Anlass für eine Anfrage an die Kreisverwaltung. Rund 200 Schüler besuchen die Einrichtung in Rengershausen.

Die Kreisverwaltung weist in ihren Antworten die Vorwürfe von Gefahren zurück. Beispiel Glasbausteine: „Explosionen entstehen durch chemische Reaktionen oder physikalische Vorgänge, bei denen in kürzester Zeit Temperatur und Druck ansteigen. Beides ist bei einem Glasbausteinfenster nicht möglich“, antwortet das Landratsamt.

Bei dem Pausengang hat der Schulträger inzwischen reagiert. Marode Teile wurden Ende 2011 aus den Überdachungen herausgeschnitten und notdürftig mit Holzplatten verschlossen. „Eine akute Gefährdung im Bereich des Pausenganges liegt weder jetzt vor, noch hat sie vorgelegen“, so die aktuelle Antwort aus dem Kreistag.

Von Sven Kühling

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