Neun Männer und Frauen feierten die diamantene Konfirmation

Vor Prüfung gebibbert

„Schutz und Schirm vor allem Argen“: Passend zum Konfirmationssegen spannte Pfarrer Jochen Stalb über den Diamantenen Konfirmanden Brigitte Schäfer geb. Kniep, Karl-Heinz Schmidt, Margret Dippel geb. Humburg, Heinz Eckhardt, Irmgard Löber geb. Ullmann, Renate Damm geb. Humburg, Ursula Kirchhof geb. Höhmann, Elselotte Pfaff geb. Riehl, Rosemarie Hahn geb. Kniep (von links) einen Schirm auf. Foto: Rogge-Richter

Vellmar. Man brauchte nicht lange, um zu merken, dass die neun Männer und Frauen, die an diesem Sonntag in Frommershausen mit feierlich ernstem Blick der Predigt von Pfarrer Jochen Stalb zu ihrer diamantenen Konfirmation lauschten, in ihrer Jugend nicht immer brav gewesen sind.

Etwa fünf Minuten, von der evangelischen Kirche bis zum Gemeindehaus, reichten, um zu erfahren, wer von den heutigen Senioren als Konfirmand welche Streiche ausgeheckt hat.

Denn bereits auf dem Weg vom Festgottesdienst, der von Pia Michel auf der Orgel begleitet worden war, zum anschließenden Mittagessen im Gemeindehaus schwelgten die heute 74- und 75-Jährigen, die am 8. April 1951 von Pfarrer Walther Lenz beziehungsweise am 20. April 1952 von Pfarrer Paul Eichhorn in Frommerhausen konfirmiert wurden, ausgelassen in Erinnerungen. Schließlich waren die neun Jubilare (einst 23) auch zusammen zur Schule gegangen.

Auch bei der Fotoschau mit Originalbildern, die Jochen Stalb vorbereitet hatte, und beim Spaziergang durch den Ortskern, der sie vorbei an der alten Schule und dem Friedhof führte, kamen die diamantenen Konfirmanden aus dem Schnuddeln nicht mehr heraus. Sie leben heute in Kassel, Vellmar sowie unter anderem Veckerhagen und pflegen noch immer regelmäßig Kontakt. Streng sei es zugegangen im wöchentlichen Konfirmationsunterricht, zu dem sie drei Jahre lang mit den Konfirmanden aus Niedervellmar gegangen seien. „Wir mussten viel lernen und haben vor der Konfirmationsprüfung richtig gebibbert“, erinnert sich Brigitte Schäfer geb. Kniep.

Der Spaß sei trotzdem nicht zu kurz gekommen: „Gleich nach der Konfirmationsprüfung sind wir auf die Frühjahrsmesse nach Kassel abgehauen. Wir wollten unsere Kleider ausführen, die zum Teil eigens geschneidert worden sind, und sind damit Autoscooter gefahren“, sagt Renate Damm geborene Humburg und lacht. (pri)

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