Nach wochenlanger Ungewissheit

PTA-Ausbildung an Willy-Brandt-Schule bleibt

Schulen des Landkreises: Die Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule (links) und die Willy-Brandt-Schule. Dort geht es mit der PTA-Ausbildung weiter. Archivfoto: Socher/nh

Kreis Kassel. Die Nachricht passt zum 100. Geburtstag von Willy-Brandt: Der Ausbildungszweig für Pharmazeutisch-Technische-Assistenten (PTA) an der Willy-Brandt-Schule des Landkreises in Kassel ist gesichert.

Zumindest für den nächsten Lehrgang, der im Sommer 2014 startet. Nach wochenlanger Ungewissheit über die Finanzierung teilte Schulleiter Reiner Heine (Baunatal) jetzt mit: Die Schule habe vom Landkreis grünes Licht bekommen und werde so neue Schüler aufnehmen.

„Ich habe die ersten Aufnahmen schon rausgeschickt“, sagte der Schulleiter im Gespräch mit der HNA. „Das ist ein kleines Vorweihnachtsgeschenk.“ Rund 20 Bewerbungen lagen Heine für einen Ausbildungsstart bereits vor. Bewerbungsschluss ist der 31. März.

64 junge Menschen können letztendlich die zweijährige Ausbildung an der Willy-Brandt-Schule in Oberzwehren beginnen. Insgesamt werden unter dem Dach der Berufsschule dann 128 junge Menschen in zwei Jahrgängen in diesem Zweig unterrichtet.

Bisher war ein gutes Stück der Finanzierung der Ausbildungsplätze durch eine Förderung aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) bestritten worden. Dieser Zuschuss, so befürchtete die Schulleitung in den vergangenen Wochen, könnte 2014 wegbrechen, weil die ESF-Förderung anders ausgerichtet werde.

Sollte das Geld der EU für 2014 tatsächlich nicht mehr fließen, werde der Landkreis einspringen, unterstreicht Bruno Kramer von der kreiseigenen Arbeitsförderungsgesellschaft Agil, die der Schulträger ist, in einer Pressemitteilung. Damit könne die Gesellschaft die Ausbildung weiterführen.

Die PTA-Ausbildung ist wie an einer Privatschule organisiert. Das heißt: Die Schüler müssen einen Teil der Kosten selbst tragen. Teilnehmer aus dem Landkreis zahlen 169 Euro, andere 196 Euro.

Zusätzlich zu dem von den Auszubildenden getragenen Anteil und der EU-Förderung kalkuliert die Schulleitung mit Zuschüssen vom Land Hessen, des Landkreises Kassel und der Arbeitsfördetungsgesellschaft. Schulleiter Reiner Heine wirbt für den Ausbildungszweig. Nahezu alle Absolventen bekämen nach der zweijährigen Ausbildung auch einen Stelle. In Nordhessen gebe es im pharmazeutischen Bereich hauptsächlich Jobs in Apotheken.

Die PTA-Ausbildung wird hauptsächlich von Frauen genutzt. „Pro Jahrgang haben wir meist nur drei bis vier Männer.“

Von Sven Kühling

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