Theater Baunatal probt für die Kriminalkomödie „Frau Pieper lebt gefährlich – Premiere am Samstag

Putzfrau geht auf Spurensuche

Leiche gesucht: Erna Pieper (gespielt von Elvira Viereck), Ingeborg Henning (Eva Brede), Hennings Sekretärin (Lisa Leimbeck) und Inspektor Willi Brockmann (Thomas Gück, von links) sind am Tatort des Mordes in einem Büro am Großenritter Dorfplatz versammelt. Foto: Rogge-RIchter

Baunatal. „Diese Frau Pieper!“ Polizeiinspektor Willi Brockmann (gespielt von Thomas Gück) ist außer sich. Wie soll er den Mord an Richard Henning (Alexander Tyrasa und Stephan Kalt) bloß möglichst schnell aufklären, der sich in einem Büro am Großenritter Dorfplatz ereignet hat, wenn die wichtigste Zeugin ausgerechnet die Putzfrau Erna Pieper (Elvira Viereck) ist, die ihn mit ihrem Ermittlungseifer auf die Palme bringt.

Frau Pieper steckt ihre Nase nicht nur in die beruflichen Angelegenheiten der Angestellten, sondern vor allem in deren private Verhältnisse. „Papierkörbe sind meine Spezialität“, sagt sie über sich selbst.

Doch Frau Pieper ist nicht das einzige Problem, auf das Brockmann während seiner Ermittlungen stößt: Zunächst ist die Leiche von Henning verschwunden, der kurz darauf in lebendiger Gestalt wieder auftaucht. Und plötzlich wird es noch komplizierter: Eine zweite Leiche wird gefunden - dieses Mal ist es der Geliebte von Hennings Frau Ingeborg (Eva Brede)…

Eine Kriminalkomödie

„Frau Pieper lebt gefährlich“ lautet der Titel der Komödie mit kriminalistischem Hintergrund nach Jack Popplewell, für deren Aufführung das bewährte Ensemble des Theaters Baunatals bereits seit März wöchentlich probt. „Wir haben uns für diese Spielzeit für eine Kriminalkomödie entschieden. Diese Form hatten wir noch nie. Für die Zuschauer bleibt es bis zum Ende spannend. Sie müssen auf jedes Detail achten, um zu erraten, wer der Mörder ist“, sagt Leiter Thomas Gück über die neunte Produktion der Theater-Abteilung des Großenritter Sportvereins Eintracht Baunatal.

Lang erwartete Premiere

Am Samstag, 12. Oktober, ab 19.30 Uhr feiert die Komödie in drei Akten in der Kulturhalle in Großenritte ihre lang erwartete Premiere. Lang erwartet, weil das Ensemble laut Gück im vergangenen Jahr aus personellen Gründen pausieren musste. Verstärkt durch die beiden Neuzugänge Matthias Berghaus, der einen Polizisten spielt, und Lisa Leimbeck, die eine Sekretärin mimt, meldet sich das bewährte Amateurschauspiel-Team nun wieder für insgesamt sechs Aufführungen zurück. Insgesamt wirken elf Frauen und Männer auf der Bühne mit. Die Regie liegt auch in diesem Jahr wieder in den Händen aller Beteiligten. „Das gesamte Ensemble übernimmt die Bühnenanweisungen. Jeder steuert hilfreiche Tipps bei“, sagt Gück.

Hinter der Bühne wird ebenfalls eifrig an einem reibungslosen Ablauf gearbeitet. Petra Preuß und Doris Müller sind zum Beispiel für die Maske zuständig, um die Technik kümmert sich Adreano Gück und als Souffleuse ist Edelgard Seidlitz an der Seite der Darsteller.

Erfolgreiche Probe

Texthänger gibt es an diesem Probenabend, rund eine Woche vor der Premiere, nur noch wenige. Flüssig und voll in ihrem Element wirbeln die Laien-Schauspieler über die Bühne.

Noch fehlen die Stühle im großen Saal und ein paar Aktenordner für das Bühnenbild. Auch das Blut muss noch besorgt werden. Für Spaß hingegen ist bereits gesorgt. Und das soll auch so bleiben, garantiert Gück: „Wir bieten ihnen nichts - außer zweieinhalb Stunden spannende und humorvolle Unterhaltung.“

Von Sarah Rogge-Richter

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