– Gefahr für Schule und Kindergarten gebannt

Vellmar sperrt großflächiges Gebiet für Durchgangsverkehr

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Gesperrt: Die Rheinstraße (oben links) darf aus Richtung Brüder-Grimm-Str. nicht mehr befahren werden., Sie wurde als Einbahnstraße ausgewiesen.

Vellmar. Schleichwege sind Dauerbrenner bei vielen Autofahrern. In Vellmar führte das jetzt dazu, dass erstmals ein ganzes Quartier - ungefähr der Bereich zwischen Rheinstraße, Dörnbergstraße, Obervellmarscher Straße und Steinstücker Weg - als vom Durchgangsverkehr befreite Zone ausgewiesen wird.

Die Ausnahme bilden die Radfahrer. Sie dürfen die Straßen weiterhin als Durchfahrtsstrecken nutzen.

Anlass dafür war die Sperrung der Rheinstraße aus Richtung Brüder-Grimm-Straße, da viele Autofahrer diese Route seit Langem benutzten, um die Strecke in Richtung Ihringshausen abzukürzen - und in dieser Tempo-30-Zone oft mit weit überhöhter Geschwindigkeit fuhren. „50 bis 60 Kilometer dort waren normal, Ausreißer gingen bis zu 80 Kilometer in der Stunde“, erläuterte Wolfhard Eidenmüller von der Vellmarer Ordnungsbehörde, nachdem die Stadt dort regelmäßig gemessen hatte. Sein Fazit: Bis zu 25 Prozent seien dort „erheblich zu schnell“ gewesen. Für ihn ein „extrem hoher Wert“, seien doch bis zu sechs Prozent normal.

Das Problem: Nach der Sperrung suchten sich die Autofahrer einen neuen Schleichweg über die Lahn- und Steinstücker Straße runter zur Obervellmarschen Straße. Das Brisante: Diese Route führte am Kindergarten und der Grundschule vorbei. Wieder reagierte die Stadt und wies die Lahnstraße aus Richtung der Brüder-Grimm-Straße als vom Durchgangsverkehr befreite Zone aus.

Das rief jedoch diverse Anlieger der angrenzenden Straßen auf den Plan, die jetzt Umwege in Kauf nehmen mussten, um ihre Grundstücke zu erreichen. Sie sammelten Unterschriften und regten die - am Anfang des Artikels beschriebene „große Lösung“ an. Die Stadt stimmte jetzt zu, mit dem Resultat, dass die Experten für Schleichwege außen vor bleiben - das wird die Stadt Vellmar per Radarmessung regelmäßig kontrollieren - und die Anlieger ohne Behinderungen ein- und ausfahren können.

Schilder schon bestellt

Die neuen Schilder sind laut Eidenmüller schon bestellt und werden nach Auslieferung in etwa ein bis zwei Wochen vom Bauhof montiert. Eine Lösung, die laut Eidenmüller „alle zufriedenstellt“.

Von Stefan Wewetzer

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