30 Kaufunger Wanderer folgen auf dem Kunigundenweg Spuren fränkischer Legenden

Quelle stärkt die Sehkraft

Erfrischung am Brunnen: Kassels früherer Polizeipräsident Wilfried Henning (links) und Horst Hoffmann vom Förderverein Stiftskirche, der die Kunigundenwanderung organisiert, erfrischen sich am Siebenbrunn. Foto: Stier

Kaufungen. Den Blick auf den hölzernen Kruzifix von Meisterschnitzer Tilman Riemenschneider hatten die Kaufunger Wanderer schon am Sonntag genossen. Deshalb konnte es am Montagmorgen in Aub direkt auf den Kunigundenweg gehen.

Offenes Land

Der führte am Dienstag durch offenes Land: Bis zum Horizont wellt sich die weite, waldlose grüne Ebene in sanften Wogen aus Wiesen, Getreide- und Maisfeldern, aus denen nur niedrige spitze Kirchtürme und oft doppelt so hohe Windräder ragen.

Hoffnung schöpfen

In dem winzigen Bauerndorf Pfahlenheim können Fehlsichtige Hoffnung schöpfen: Aus der Ottilien-Quelle trank in der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts die verstoßene, blinde Königstochter Odilia – und konnte prompt wieder sehen. Weil es frisches Nass in den menschenleeren fränkischen Dörfern nur aus Brunnen gibt, nutzten die Lossetaler die Legende zur heilenden Erfrischung – freilich ohne spürbare Besserung beim Erspähen der spärlichen Wegbeschilderung.

In Ippesheim kamen dann die ersten Weinberge in Sicht, jetzt folgte der Kunigundenweg der Bocksbeutelstraße im Weinwanderland. Nach 21 Kilometern ist das Etappenziel Bullenheim erreicht.

Wir begleiten die Wanderer aus Kaufungen bis zu ihrem Ziel, dem Bamberger Dom, das sie am Wochenende erreichen. Anlass für die mehrtägige Wanderung ist das 1000-jährige Bestehen der Lossetalgemeinde.

Von Thomas Stier

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