Gefahrensituation wird entschärft

Radweg: Lückenschluss endlich in Sicht

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Sackgasse: Noch fehlt der Anschluss an den Fuß- und Radweg auf der Brücke über die A 7 am Rasthof Kassel. Der Lohfeldener Kommunalpolitiker Jürgen Kirchner fordert seit mehr als fünf Jahren den Lückenschluss. Der soll in zwei Jahren kommen. 

Lohfelden. Vor fünfeinhalb Jahren wurde die über die A 7 führende Brücke am Rasthaus Kassel nach aufwendiger Erneuerung für den Autoverkehr freigegeben. Aber den neu gebauten Fuß- und Radweg können Biker, Wanderer und die Arbeitnehmer der angrenzenden Betriebe immer noch nicht benutzen.

Grund: Er hat auf beiden Seiten der Brücke keinen Anschluss an die bestehenden Wege.

Der vielfach als Schildbürgerstreich kritisierte Zustand soll sich im Zuge der Erweiterung der Tank- und Rastanlage ändern. Das ergibt sich aus den Detailplänen für das Großprojekt, die den Gemeinden vorgelegt wurden.

„Wir müssen allerdings noch bis 2015 warten, weil die Zufahrtsrampe erhalten bleiben muss, solange gebaut wird“, sagte Bürgermeister Michael Reuter (SPD) während der parlamentarischen Beratung. Auch Fuldabrücks Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD) begrüßte den bevorstehenden Lückenschluss jetzt gegenüber seiner Gemeindevertretung.

Zuvor hatte ein Vertreter des Zweckverbands Raum Kassel „ein hohes Interesse am Netzschluss für Radfahrer und Fußgänger zwischen dem Güterverkehrszentrum und der Autobahnbrücke“ bekundet.

Die Gemeinde Lohfelden, die vor zwei Jahren den an der Landesstraße verlaufenden, einen Kilometer langen Radweg vom Ortsteil Crumbach für 250 000 Euro neu an das Rasthaus heranführen ließ, hatte eine Interimslösung für das fehlende Anschlussstück abgelehnt.

Das sei wegen der zu kostspieligen Abstützung der Böschungen nicht wirtschaftlich machbar, hieß es dazu aus dem Bauamt.

„Eigentlich ist es traurig, dass man insgesamt sieben Jahre für diese Maßnahme braucht“, sagte Jürgen Kirchner der HNA. Der Vorsitzende der U2L-Fraktion in der Lohfeldener Gemeindevertretung, der sich seit vielen Jahren für den Lückenschluss starkmacht, finde es „aber schön, dass sich bald etwas tun soll“ und damit die gefährliche Situation für Fußgänger und Radfahrer entschärft werde.

Außerdem sei erfreulich, so Kirchner weiter, dass die Kosten offensichtlich nicht zulasten beider Kommunen gehen werden.

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