Waldjugend feierte mit 250 Gästen im „Hölzchen“ – Gründungsmitglieder geehrt

50-Jahr-Feier: Naturquiz der Elgershäuser Waldjugend begeistert

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Mit (präpariertem ) Dachs auf Tuchfühlung: Simon Ellenberger (10, von links), Simon Trost (13), Michael Weishaar (13) mit Vater und Forstpaten Rainer Weishaar, Eric Ellenberger (14), Kiara Brede (12), Niklas Rudolph (15), Achim Kaiser (17) und Dominik Rott (11).

Schauenburg. Schätzungsweise 250 Gäste kamen ins „Hölzchen“ um das 50-jährige Bestehen der Waldjugend Spechte bei Lagerfeuerromantik, heiße Bratwurst und Kuchen zu feiern.

Bilder der Feier

50-jähriges Bestehen der Deutschen Waldjugend Spechte

Ludwig Fingerling und seine Frau Ingrid schauen grübelnd auf einen weißen Tierschädel. „Für einen Fuchs ist er zu groß, für einen Marder zu klein. Das wird ein Dachsschädel sein“, sagt Ludwig Fingerling schließlich.

Das Schauenburger Ehepaar gehörte am Wochenende zu den eifrigsten Teilnehmern am Naturquiz im „Hölzchen“, dem Hauptquartier der Elgershäuser Waldjugend „Spechte“. Die Rätsel-Pirsch gehörte zu den Hauptattraktionen der Freiluft-Feier zum 50-jährigen Bestehen der „Spechte“.

Rätselraten um Fauna und Flora: Rudi Knauer (von links) , Josef Nagel, Gisela Engemann, Helga Maguhn, Ingrid und Ludwig Fingerling machten eifrig mit.

Die Stationen des Naturquiz hatten die „Jungspechte“ in aller Frühe am Sonntag aufgebaut. Die Jugendlichen waren mit ihrem Forstpaten Rainer Weishaar erst am Tag zuvor vom Landeslager der Waldjugend in Groß-Gerau zurückgekehrt. Ein Arbeitseinsatz im Wald, lange Nächte und Gespräche am Lagerfeuer, ein Wassereinbruch während eines Wolkenbruchs im schwarzen Zelt der Waldjugend, der sogenannten Jurte: Ihre Erlebnisse in Südhessen stehen für das, was die „Spechte“ Nachwuchswaldläufern zu bieten haben: Abenteuer, Gemeinschaft, Naturerlebnis.

Männer der ersten Stunde: Bruno Roller (von links) , Herbert Holzapfel, Heinz Riehl, Wilfried Adamietz und Peter Kröner erhielten goldene Nadeln. Fotos: Dilling

„Wir treffen den Nerv vieler Jugendlicher“, sagt die Jugendbildungsreferentin der Waldjugend in Hessen, Anja Blankenburg (Schwarzenborn). Die Mitgliederzahlen seien trotz der vielen neuen Freizeitangebote bei den Jugendlichen seit Jahren stabil. „Selbst tun, selbst machen, Verantwortung tragen“, das seien wichtige Ziele der Waldjugend. „Das ist Jugendarbeit vom Feinsten“, sagte Kreisbeigeordneter Wilfried Wehnes (SPD) während der Feierstunde, die von der Bläsergruppe der „Spechte“ musikalisch umrahmt wurde. Die Jugendlichen setzten sich für Natur- und Umwelt ein und lernten zugleich, im Team zu arbeiten, ergänzte Wehnes.

Der Waldjugend-Vorsitzende Siegmar Henkes zeichnete Gründungsmitglieder aus. Das seien Leute, die teilweise heute noch mithelfen. Zu Ehren des bereits gestorbenen Initiators der Spechte, Hans Giessler, wurde die Waldhütte auf dessen Namen getauft.

Von Peter Dilling

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