Geschäft mit Neukunden erweitert

Raiffeisenbank Baunatal steigert den Gewinn

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Sehr zufrieden mit dem Ergebnis: Vorstandsvorsitzender Claus-Rüdiger Bauer (von links), Vorstand Michael Hohmann und Aufsichtsratschef Dr. Werner Neusel.

Baunatal. Neugeschäft ausgebaut, Kosten gesenkt und Überschuss gesteigert – die Raiffeisenbank Baunatal eG (RBB) hat das „Fundament für die Zukunftsfähigkeit der Bank gestärkt“, sagte der Vorstandsvorsitzende Claus-Rüdiger Bauer (63) gestern bei der Bilanzvorlage.

Dabei war der Finanzmarkt 2012 keineswegs freundlich: einerseits niedrige Zinsen, die die Erträge schmälerten, andererseits hohe Anforderungen an die Höhe des Eigenkapitals. In diesem Jahr werde sich dies kaum ändern, sagte Bauer, der bis Ende 2014 im Amt bleiben will. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet er einen ähnlichen Verlauf. Angesichts der ungünstigen Marktkonditionen werde es entscheidend sein, ob es gelingt, das Neukundengeschäft auszubauen. Um neue, junge Kunden – auch fern der Region – an die RBB zu binden, will die Bank ihr Online-Angebot verbessern.

2012 stieg die Zahl der Mitglieder des genossenschaftlichen Instituts um 171 auf 18 216. Dies wirkte sich positiv auf die Bilanzsumme aus, die um 17,2 Prozent auf 589,8 Millionen Euro zulegte. Treiber war auch die RBB selbst. Sie lieh sich bei der Europäischen Zentralbank 50 Millionen Euro zu einem Prozent Zins. Diesen sogenannten Tender steckte sie in die Eigenanlagen, um kurzfristige Forderungen der Kunden zu bedienen und um Rendite zu erwirtschaften. Nach einem Jahr lag der Ertrag bei 200.000 Euro.

Zinskurse gefallen

Wie die Privatkunden muss sich die RBB bei den Erträgen mit kleineren Brötchen zufrieden geben. Die Zinskurve fiel von 2,64 auf 2,41 Prozent. Das heißt: Mit Krediten ist nur wenig zu verdienen, obwohl das Volumen um 6,82 Prozent auf 423 Millionen Euro stieg. Getrieben wurde das Kreditgeschäft von Unternehmern wie Privatkunden, die in Immobilien investierten, sagte Vorstand Michael Hohmann (53).

Die Kundeneinlagen legten um 7,2 Prozent auf 425 Millionen Euro zu. Aufgrund der niedrigen Zinsen für Spareinlagen setzen die „Kunden vor allem auf kurzfristig fällige Einlagen“. Anlagen wie Wertpapiere, die Einnahmen aus Provisionen bringen, wurden seltener nachgefragt. Auch deshalb fiel das Provisionsergebnis von 0,69 auf 0,56 Prozent der Bilanzsumme.

Mit konstant 135 Mitarbeitern und 16 Filialen gelang es der Bank dennoch, die Kosten zu drücken. Um einen Euro zu verdienen, gab sie 58,73 statt 64,37 Cent wie im Jahr zuvor aus. Positiv wirkte sich aus, dass die Personalkosten, die von Pensionsrückstellungen entlastet wurden, um 404.000 Euro auf 5,77 Mio. Euro sanken. Die Sachkosten sanken um einen ähnlichen Betrag auf 3,85 Mio. Euro.

Unter dem Strich blieb ein Überschuss vor Steuern von 7,06 (6,6) Millionen Euro. Das haftende Eigenkapital stieg von 76,57 auf 81,11 Mio. Euro. Damit liegt die Eigenkapitalquote bei 13,42 Prozent.

Von Martina Wewetzer

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